Big Da­ta An­wen­dun­gen in Bay­erns Zu­kunfts­tech­no­lo­gi­en 

Big Da­ta ist mehr als nur ein Hype. Auf tech­no­lo­gi­schem Fort­schritt und dem Wil­len zur Ver­än­de­rung von Ge­schäfts­pro­zes­sen in vie­len Le­bens­be­rei­chen be­ru­hend, ist Big Da­ta ei­ne Keim­zel­le zur Neu­ge­stal­tung des di­gi­ta­len Öko­sys­tems, aus dem her­aus sich zahl­rei­che In­no­va­tio­nen ent­fal­ten kön­nen. Sei­ne Be­deu­tung wächst ste­tig. Big-Da­ta-Tech­no­lo­gi­en und -An­wen­dun­gen wird ein ho­hes Zu­kunfts­po­ten­zi­al be­schei­nigt – in Wirt­schaft und Wis­sen­schaft, aber auch in der öf­fent­li­chen Ver­wal­tung und im pri­va­ten Le­ben. Dies re­sul­tiert ei­ner­seits dar­aus, dass sich ak­tu­el­le Pro­duk­te und Pro­zes­se ra­di­kal wei­ter­ent­wi­ckeln las­sen und im Wech­sel­spiel mit dem „In­ter­net der Din­ge“ Hand­lungs­op­tio­nen bie­ten, die deut­li­che Ef­fi­zi­enz­ge­win­ne er­mög­li­chen. An­de­rer­seits wer­den neue Pro­duk­te, neue Ge­schäfts­mo­del­le und ei­ne Neu­ge­stal­tung der Pro­zes­se die eta­blier­ten Bran­chen mit neu­en Wett­be­wer­bern kon­fron­tie­ren. Die Stich­wor­te ver­netz­te Mo­bi­li­tät und au­to­no­mes Fah­ren las­sen bei­spiels­wei­se er­ken­nen, dass das Kern­pro­dukt Au­to­mo­bil sich in ei­nem neu­en Kon­text be­wäh­ren muss. In die­sen stei­gen neue Wett­be­wer­ber mit neu­en Fahr­zeug­kon­zep­ten und Dienst­leis­tun­gen ein. Per­so­na­li­sier­te Me­di­zin, ver­netz­te lo­ka­le und re­gio­na­le En­er­gie­ver­sor­gungs­sys­te­me, maß­ge­schnei­der­te kun­den­spe­zi­fi­sche Pro­duk­te sind nur ei­ni­ge wei­te­re Bei­spie­le, die quer durch al­le Bran­chen und Tech­no­lo­gie­fel­der den Wand­lungs- und In­no­va­ti­ons­druck, der von Big Da­ta aus­geht, be­schrei­ben.

Für den Frei­staat Bay­ern sind ei­ne Rei­he von Schlüs­sel­tech­no­lo­gi­en von be­son­de­rer Re­le­vanz. Aus­führ­li­che In­for­ma­tio­nen er­hal­ten sie hier. Hier­zu wer­den die­je­ni­gen Tech­no­lo­gie­fel­der ge­zählt, die so­wohl schon heu­te we­sent­lich zur Wert­schöp­fung bei­tra­gen als auch sich in Zu­kunft be­son­ders dy­na­misch ent­wi­ckeln wer­den.

 


In der fol­gen­den Ta­bel­le wer­den An­wen­dungs­fäl­le für Big-Da­ta-An­wen­dun­gen und -Me­tho­den in die­sen Zu­kunfts­tech­no­lo­gi­en auf­ge­zeigt. Die Band­brei­te ist groß. Sie reicht von ei­ner in­tel­li­gen­ten und ver­netz­ten Fa­brik und au­to­nom fah­ren­den Kraft­fahr­zeu­gen über Smart Far­ming und ei­ne neue Qua­li­tät der Ana­ly­se von Wet­ter­da­ten bis hin zur Spei­che­rung und Ana­ly­se von Ge­nom­da­ten und ei­ner per­so­na­li­sier­ten Me­di­zin.

 

Big Da­ta-An­wen­dungs­fäl­le in Bay­erns Zu­kunfts­tech­no­lo­gi­en

Tech­no­lo­gie­feld*

Bei­spiel­haf­te An­wen­dungs­be­rei­che für
Big Da­ta-An­wen­dun­gen und Tech­no­lo­gi­en

En­er­gie­sys­te­me und -tech­no­lo­gi­en

- in­tel­li­gen­tes En­er­gie­ma­nage­ment

- Las­ten­pro­gno­sen bei er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en

- lang­fris­ti­ge En­er­gie­nut­zungs­plä­ne

Bio­tech­no­lo­gi­en

- Spei­che­rung und Ana­ly­se von Ge­nom­da­ten

- Er­for­schung von Krank­hei­ten, et­wa Krebs oder Erb­krank­hei­ten

Er­näh­rungs- und Le­bens­mit­tel­tech­no­lo­gi­en

- Smart Far­ming

- Wet­ter­da­ten­ana­ly­se

- wert­schöp­fungs­über­grei­fen­de Op­ti­mie­rung

Ge­sund­heits- und Me­di­zin­tech­no­lo­gi­en

- per­so­na­li­sier­te Me­di­zin

- Er­pro­bung in­di­vi­dua­li­sier­ter Me­di­ka­men­te

- di­gi­ta­le Pa­ti­en­ten­ak­te

In­dus­tri­el­le Pro­duk­ti­ons­tech­no­lo­gi­en

- Pre­dic­tive Main­ten­an­ce

- in­tel­li­gen­te und ver­netz­te Fa­brik

- cy­ber­phy­si­sche Sys­te­me

- selbst­ler­nen­de Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se

In­tel­li­gen­te Ver­kehrs­sys­te­me und zu­künf­ti­ge Mo­bi­li­tät

- au­to­no­mes Fah­ren

- in­tel­li­gen­te Ver­kehrs­leit­sys­te­me und Ver­kehrs­flüs­se

- ver­netz­tes Fah­ren

- in­tel­li­gen­te Wa­ren­flüs­se in der Lo­gis­tik

Luft- und Raum­fahrt­tech­no­lo­gi­en

- De­tek­ti­on von Ge­gen­stän­den im Welt­raum

- Re­mo­te Sen­sing

Neue Werk­stof­fe und Ma­te­ria­li­en so­wie Na­no­tech­no­lo­gi­en

- Da­ta-Mi­ning-Ver­fah­ren zur Nutz­bar­ma­chung
  rie­si­ger Men­gen von Mess­da­ten

- Si­mu­la­ti­on neu­er Ma­te­ria­li­en


*An­mer­kun­gen: Das Tech­no­lo­gie­feld „Di­gi­ta­li­sie­rung / IKT“ wird nicht ge­son­dert auf­ge­führt, da die Big Da­ta-Tech­no­lo­gi­en und -An­wen­dun­gen selbst ein Teil­be­reich die­ses Fel­des sind. Auf­grund deut­li­cher in­halt­li­cher Über­schnei­dun­gen zwi­schen „Neue Werk­stof­fe / Ma­te­ria­li­en“ so­wie „Na­no­tech­no­lo­gi­en“ in Be­zug auf Big Da­ta-Tech­no­lo­gi­en wer­den die bei­den Tech­no­lo­gie­fel­der in die­ser Ta­bel­le ge­mein­sam dar­ge­stellt.

Quel­le: Pro­gnos / Heck­mann, 2016


Die ho­he Be­deu­tung von Big-Da­ta-Tech­no­lo­gi­en und -An­wen­dun­gen für die Schlüs­sel­tech­no­lo­gi­en ist be­reits ein Be­weis für ih­re ho­he öko­no­mi­sche Be­deu­tung. Dar­über hin­aus gibt es aber auch in an­de­ren Tech­no­lo­gie­fel­dern und Bran­chen – et­wa der Fi­nanz-und Ver­si­che­rungs­wirt­schaft – viel­fäl­ti­ge Ein­satz­mög­lich­kei­ten. So kön­nen auf Ba­sis von Big Da­ta bei­spiels­wei­se Si­cher­heits­ri­si­ken früh­zei­tig er­kannt und ab­ge­schätzt wer­den, wenn zur La­ge­be­wer­tung und Ge­fah­ren­ab­wehr ne­ben klas­si­schen Quel­len (Wet­ter­da­ten, Ver­kehrs­da­ten) auch In­for­ma­tio­nen aus So­ci­al-Me­dia-Diens­ten, Bild­aus­wer­tun­gen von Über­wa­chungs­vi­de­os oder Aus­las­tungs­da­ten von Mo­bil­funk­mas­ten her­an­ge­zo­gen wer­den.

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