In­venox Bat­te­rie­sys­te­me

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li stell­te die In­venox GmbH auf der Platt­form „Grün­der“ ih­re Con­chi­fe­ra Bat­te­rie­tech­no­lo­gie vor. Da­bei wer­den in Si­cher­heit und Leis­tung über­le­ge­ne klei­ne Con­su­mer-Zel­len mit ei­nem ei­gens ent­wi­ckel­ten Kon­tak­tie­rungs­ma­te­ri­al über ei­ne Klemm­ver­bin­dung mit ei­ner Lei­ter­plat­te zu Pa­ke­ten ver­bun­den. Die­se Tech­nik er­laubt ei­ne ho­he En­er­gie­dich­te, güns­ti­ge Pro­duk­ti­on, ef­fi­zi­en­te Küh­lung und den Aus­tausch ein­zel­ner Bat­te­ri­en, da auf Schweiß­ver­bin­dun­gen ver­zich­tet wird. Mit der Con­chi­fe­ra Tech­no­lo­gie kön­nen Bat­te­rie­pa­ke­te mit un­ter­schied­lichs­ten Ka­pa­zi­tä­ten und Span­nun­gen für ei­ne Viel­zahl von An­wen­dun­gen ge­baut wer­den. Zu den Bat­te­rie­pa­ke­ten lie­fert In­venox auch die pas­sen­den Bat­te­rie-Ma­nage­ment-Sys­te­me.

Die Grün­der des Un­ter­neh­mens tra­fen sich 2011 bei der Pro­mo­ti­on am Lehr­stuhl für Fahr­zeug­tech­nik der TU Mün­chen. Auf Grund­la­ge der For­schungs­er­geb­nis­se wur­de die Fir­ma In­venox Mit­te 2014 ge­grün­det. Mit Hil­fe des Pro­gramms Un­ter­neh­mer­TUM ent­wi­ckel­ten die Grün­der ih­re be­triebs­wirt­schaft­li­chen Kennt­nis­se wei­ter und konn­ten mit ih­rem Kon­zept bald Prei­se und För­de­run­gen ge­win­nen.

Box­cryp­tor-Ver­schlüs­se­lung für Cloud-Diens­te

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li 2015 prä­sen­tier­te die Se­com­ba GmbH auf der Platt­form „Grün­der“ ih­re Soft­ware box­cryp­tor. Da­bei han­delt es sich um ei­ne für Cloud­spei­cher op­ti­mier­te Ver­schlüs­se­lungs­lö­sung.

Die Spei­che­rung von Me­di­en und Da­ten al­ler Art in Cloud­spei­chern wie Drop­box wird im­mer be­lieb­ter. Ver­schie­de­ne Be­rich­te be­le­gen je­doch, dass die Da­ten auf die­sen meist ame­ri­ka­ni­schen Ser­vern nicht im­mer vor Fremd­zu­grif­fen ge­schützt sind. Ge­ra­de für sen­si­ble ge­schäft­li­che Do­ku­men­te bie­tet sich da­her ei­ne Ver­schlüs­se­lung an.

Die Markt­lü­cke der Da­ten­ver­schlüs­se­lung für Cloud­spei­cher er­kann­ten die Grün­der An­drea Pfund­mei­er und Ro­bert Freu­den­reich im Jahr 2011. Da­für wur­den sie 2014 mit dem Deut­schen Grün­der­preis in der Ka­te­go­rie „Start Up“ aus­ge­zeich­net.

So­ley Da­ten­ana­ly­sen für In­ge­nieu­re

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li 2015 prä­sen­tier­te So­ley auf der Platt­form „Grün­der“ ih­re Soft­ware für ef­fi­zi­en­te Ana­ly­sen im En­gi­nee­ring.

Im Zeit­al­ter von In­dus­trie 4.0 und Big Da­ta sind gro­ße In­for­ma­ti­ons­men­gen ver­füg­bar. Die­se müs­sen je­doch auf­be­rei­tet wer­den, um für die Un­ter­neh­men nutz­bar zu sein. Mit der Soft­ware von So­ley kön­nen Da­ten be­rei­nigt und an­ge­rei­chert, Mus­ter er­kannt und aus­ge­wer­tet wer­den. So lässt sich zum Bei­spiel die Fra­ge be­ant­wor­ten, wo mit Gleich­tei­len Kos­ten ge­senkt wer­den kön­nen, oder wel­che Kun­den von ei­nem Pro­dukt­feh­ler be­trof­fen sind.

So­ley wur­de bei der Un­ter­neh­mens­grün­dung auch durch die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Mün­chen im Rah­men des Pro­gramms Un­ter­neh­mer­TUM un­ter­stützt.

Vi­sio.m

Die Bat­te­rie­tech­nik ist ei­nes der wich­tigs­ten Ent­wick­lungs­fel­der beim Vor­an­trei­ben der Elek­tro­mo­bi­li­tät. Der Lehr­stuhl für Fahr­zeug­tech­nik der TU Mün­chen zeig­te auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats das elek­tri­sche Kon­zept­fahr­zeug Vi­si­oM, des­sen Hoch­volt­bat­te­rie­spei­cher von In­venox mit der Con­chi­fe­ra Tech­no­lo­gie rea­li­siert wur­de. An dem Pro­jekt Vi­si­oM sind ne­ben meh­re­ren Lehr­stüh­len der TU Mün­chen zahl­rei­che Part­ner be­tei­ligt, dar­un­ter BMW, Daim­ler, Con­ti­nen­tal und Sie­mens.

In dem Pro­to­typ wer­den neue Kon­zep­te u.a. aus den Be­rei­chen An­triebs­tech­nik, Si­cher­heit, Kli­ma­ti­sie­rung, In­for­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie und Leicht­bau er­probt und ein­ge­setzt. Mit nur 535 kg Leer­ge­wicht stellt der Vi­si­oM ei­nen leich­ten und dy­na­mi­schen Lö­sungs­an­satz für die ur­ba­ne Mo­bi­li­tät dar.

Wan­del­ba­re Pro­duk­ti­ons­an­la­gen

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li 2015 prä­sen­tier­te die KU­KA Sys­tems GmbH auf der Platt­form „Neue Pro­duk­ti­on / Neue Ar­beits­welt“ den Leicht­bau­ro­bo­ter (LBR) iiwa.

In der In­dus­trie 4.0, in der Fa­bri­ken hoch­gra­dig ver­netzt, ef­fi­zi­ent und wan­del­bar sein sol­len, ist der Ro­bo­ter das zen­tra­le Fle­xi­bi­li­sie­rungs­ele­ment. Der KU­KA LBR er­mög­licht mit sei­nen sen­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten die Zu­sam­men­ar­beit mit dem Men­schen oh­ne tren­nen­de Schutz­zäu­ne. Durch das ge­rin­ge Ge­wicht kann er fle­xi­bel und in­ner­halb kur­zer Zeit an ver­schie­de­nen Ein­satz­or­ten in Be­trieb ge­nom­men wer­den. Das Ein­satz­spek­trum im der Pro­duk­ti­on reicht vom Be- und Ent­la­den von Werk­zeug­ma­schi­nen bis hin zu Hand­ling- und Mon­ta­ge­auf­ga­ben. Auch wei­te­re Ein­satz­or­te wie Groß­kü­che oder Kran­ken­haus sind denk­bar, wo der Ro­bo­ter mo­no­to­ne und be­las­ten­de Ar­bei­ten über­neh­men kann. Der LBR stellt ei­nen be­deu­ten­den Schritt hin zur Zu­sam­men­ar­beit von Mensch und Ma­schi­ne am sel­ben Ar­beits­platz dar. 

Fr1da Typ 1 Dia­be­tes: Früh er­ken­nen – Früh gut be­han­deln

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li 2015 prä­sen­tier­te das Helm­holtz Zen­trum Mün­chen, des­sen wis­sen­schaft­li­cher Ge­schäfts­füh­rer Prof. Dr. Gün­ther Wess Mit­glied des Zu­kunfts­rats ist, auf der Platt­form „Life Sci­ence und En­gi­nee­ring“ das Pro­jekt Fr1da Typ 1 Dia­be­tes: Früh er­ken­nen – früh gut be­han­deln.

Die Dia­be­tes-For­schung ist ein Schwer­punkt am Münch­ner Helm­holtz Zen­trum. Der Typ 1 Dia­be­tes ist ei­ne Au­to­im­mun­krank­heit. Da­bei rich­tet sich das kör­per­ei­ge­ne Im­mun­sys­tem ge­gen die In­su­lin pro­du­zie­ren­den Zel­len der Bauch­spei­chel­drü­se. Da die Be­trof­fe­nen kein In­su­lin mehr pro­du­zie­ren kön­nen, müs­sen sie die­ses Hor­mon sprit­zen, um Ge­sund­heits­pro­ble­me durch zu ho­he Blut­zu­cker­wer­te zu ver­mei­den.

Die Fr1da-Stu­die bie­tet seit An­fang 2015 für Kin­der im Al­ter von 2 - 5 Jah­ren ei­ne kos­ten­lo­se Un­ter­su­chung zur Früh­erken­nung von Typ 1-Dia­be­tes an. Ziel die­ser Stu­die ist es, Typ 1-Dia­be­tes be­reits in ei­nem Früh­sta­di­um zu dia­gnos­ti­zie­ren und be­trof­fe­ne Kin­der und Fa­mi­li­en in ei­nem Schu­lungs- und Vor­sor­ge­pro­gramm zu be­treu­en, da­mit zum Zeit­punkt des Aus­bruchs der Er­kran­kung früh­zei­tig ei­ne op­ti­ma­le Be­hand­lung er­folgt und schwer­wie­gen­de Stoff­wech­sel­ent­glei­sun­gen ver­hin­dert wer­den. Da­ne­ben kön­nen Kin­der mit ei­nem Früh­sta­di­um des Typ 1-Dia­be­tes an prä­ven­ti­ven Stu­di­en teil­neh­men, die ein Fort­schrei­ten der Er­kran­kung ver­hin­dern oder ganz stop­pen sol­len. Im Rah­men der Fr1da-Stu­die sol­len auch die Ur­sa­chen der Krank­heits­ent­ste­hung auf­ge­klärt und in­no­va­ti­ve The­ra­pi­en ent­wi­ckelt wer­den.

Kraft­stoff, Strom und Was­ser­stoff aus Klär­schlamm

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li 2015 prä­sen­tier­te die Sus­teen Tech­no­lo­gies GmbH, ei­ne Aus­grün­dung des Fraun­ho­fer-In­sti­tuts UM­SICHT, auf der Platt­form „Ver­netz­te Sys­te­me: En­er­gie, Mo­bi­li­tät, Me­cha­tro­nik“ ein Ver­fah­ren zur ther­mo-ka­ta­ly­ti­schen Re­for­mie­rung (TCR) von Bio­mas­se.

Das Ver­fah­ren er­laubt die Ver­ar­bei­tung ver­schie­de­ner Ein­satz­stof­fe wie Land- und forst­wirt­schaft­li­che Rest­stof­fe, Klär­schlamm, Bio­ab­fall oder Rück­stän­de aus der Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­ti­on mit ei­ner ein­heit­li­chen Re­ak­tor­tech­nik. In ei­nem mehr­stu­fi­gen ther­mo-che­mi­schen Pro­zess wird die ein­ge­setz­te Bio­mas­se in Syn­the­se­gas, Bio­koh­le und Bio­öl um­ge­wan­delt.

Der­zeit läuft das zum Pa­tent an­ge­mel­de­te Ver­fah­ren im Pi­lot­maß­stab. Ei­ne kom­mer­zi­el­le De­mons­tra­ti­ons­an­la­ge zur Ver­ar­bei­tung von Gär­res­ten ei­ner Bio­gas­an­la­ge be­fin­det sich im Bau.

Ro­bo­ter in der Chir­ur­gie, Pro­the­tik und As­sis­tenz

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li 2015 prä­sen­tier­te das DLR-In­sti­tut für Ro­bo­tik und Me­cha­tro­nik, des­sen ehe­ma­li­ger Di­rek­tor Prof. Dr. Gerd Hir­zin­ger Mit­glied des Zu­kunfts­rats ist, auf der Platt­form „Life Sci­ence und En­gi­nee­ring“ Ro­bo­ter zum Ein­satz in der mi­ni­mal-in­va­si­ven Chir­ur­gie so­wie ro­bo­ti­sche Pro­the­sen.

Ro­bo­ter kön­nen in für Men­schen un­zu­gäng­li­chen oder ge­fähr­li­chen Um­ge­bun­gen ein­ge­setzt wer­den. Ein wich­ti­ges Ein­satz­sze­na­rio für DLR-Ro­bo­ter ist da­her die Raum­fahrt bzw. die Er­kun­dung fer­ner Pla­ne­ten. Beim Ein­satz der am DLR ent­wi­ckel­ten Ro­bo­tik sind aber auch vie­le „ir­di­sche“ Sze­na­ri­en denk­bar, z.B. in der Me­di­zin­tech­nik, der Al­ten­pfle­ge, der Ka­ta­stro­phen­hil­fe oder in der di­gi­ta­li­sier­ten Pro­duk­ti­on.

Die MI­RO-Ro­bo­ter­ar­me sind in ih­rer Ki­ne­ma­tik auf ei­ne Viel­zahl chir­ur­gi­scher Ein­grif­fe op­ti­miert. Sie sind in Leicht­bau­wei­se aus­ge­führt und kön­nen da­her schnell und fle­xi­bel am OP-Tisch be­fes­tigt wer­den. Mit ih­rer pro­gram­mier­ba­ren Nach­gie­big­keit kön­nen sie leich­ten Be­rüh­run­gen aus­wei­chen. Vom Chir­ur­gen fern­ge­steu­ert ge­ben Ste­reo­bild und Kraft­rück­kopp­lung über den Hand­con­trol­ler dem Arzt ein tak­ti­les Ge­fühl zu­rück, so als wür­de er am of­fe­nen Kör­per ope­rie­ren. Die Tech­no­lo­gie wird der­zeit kom­mer­zia­li­siert.

Fort­schrit­te in der Ro­bo­tik und auf dem Ge­biet des ma­schi­nel­len Ler­nens er­öff­nen völ­lig neue Mög­lich­kei­ten, um Men­schen mit kör­per­li­chen Be­ein­träch­ti­gun­gen zu hel­fen. Bis­lang sind Hand­pro­the­sen meist auf ein ein­fa­ches Öff­nen und Schlie­ßen der Hand li­mi­tiert. Es wer­den aber in­zwi­schen Hand­pro­the­sen ent­wi­ckelt, wel­che die Be­we­gung ein­zel­ner Fin­ger er­lau­ben. Da­durch kann der Funk­ti­ons­um­fang der Pro­the­se er­heb­lich er­höht wer­den. Am In­sti­tut für Ro­bo­tik und Me­cha­tro­nik des DLR wer­den auch Me­tho­den zur Steue­rung sol­cher Pro­the­sen ent­wi­ckelt. Für Men­schen mit stär­ke­ren kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen, wie zum Bei­spiel Läh­mung der obe­ren Ex­tre­mi­tä­ten, wer­den am DLR eben­falls ro­bo­ti­sche As­sis­tenz­sys­te­me ent­wi­ckelt.

In­tel­li­gen­te Park­platz­su­che

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li 2015 prä­sen­tier­te die BMW Group auf der Platt­form „Ver­netz­te Sys­te­me: En­er­gie, Mo­bi­li­tät, Me­cha­tro­nik“ ein Sys­tem zur in­tel­li­gen­ten Park­platz­su­che in Groß­städ­ten.

Die lang­wie­ri­ge Park­platz­su­che ge­hört in vie­len in­ner­städ­ti­schen Wohn­ge­bie­ten zum All­tag und ist so­wohl für die Fah­rer als auch für die An­woh­ner be­las­tend. Der­zeit ent­wi­ckelt die BMW Group ei­ne „Dy­na­mi­sche Park­wahr­schein­lich­keits­pro­gno­se“. Sie zeigt dem Fah­rer im Na­vi­ga­ti­ons­sys­tem des Fahr­zeugs die ak­tu­ell mög­li­chen Par­k­op­tio­nen im Ziel­ge­biet an. So kön­nen ge­zielt die Park­be­rei­che auf­ge­sucht wer­den, in de­nen ak­tu­ell nicht zu vie­le an­de­re Ver­kehrs­teil­neh­mer auf Park­platz­su­che sind.

Grund­la­ge des Sys­tems ist ei­ne di­gi­ta­le Kar­te der vor­han­de­nen Stell­flä­chen des öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Park­raums. Beim Park­vor­gang auf die­sen Stell­flä­chen lie­fer­ten meh­re­re Tau­send Fahr­zeu­ge ei­ner Test­flot­te an­ony­mi­sier­te Be­we­gungs­da­ten. Ein­mal, wenn ein Fahr­zeug ei­nen Stell­platz ver­las­sen hat­te, aber auch, wenn ei­ne Park­flä­che ge­sucht wur­de.

 

Aus der di­gi­ta­len Kar­te, kom­bi­niert mit dem lo­ka­len Pro­gno­se­mo­dell und den Par­kin­for­ma­tio­nen, er­rech­net die For­schungs­an­wen­dung die ak­tu­ell mög­li­chen Par­k­op­tio­nen in ei­nem Ge­biet, z.B. in ei­nem Stadt­vier­tel, das im Bord­dis­play an­ge­zeigt wird. Die Ge­nau­ig­keit der Pro­gno­se steigt, je mehr Fahr­zeu­ge Da­ten lie­fern. Der Par­kin­for­ma­ti­ons­ser­vice soll in na­her Zu­kunft in die Fahr­zeu­ge des Car­sha­ring-An­ge­bots Dri­veNow im­ple­men­tiert wer­den.

Pro­jekt RA­CE

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li 2015 prä­sen­tier­te die for­tiss GmbH auf der Platt­form „Ver­netz­te Sys­te­me: En­er­gie, Mo­bi­li­tät, Me­cha­tro­nik“ das Pro­jekt RA­CE (Re­lia­ble Au­to­ma­ti­on and Con­trol En­vi­ron­ment).

Im Fahr­zeug von mor­gen kom­men kom­ple­xe As­sis­tenz­sys­te­me zum Ein­satz, die bei­spiels­wei­se ein voll­au­to­ma­ti­sier­tes Fah­ren rea­li­sie­ren. Um sol­che Sys­te­me zu­las­sungs­fä­hig um­set­zen zu kön­nen, wur­den im Pro­jekt RA­CE neue We­ge auf­ge­zeigt, ei­ne feh­ler­to­le­ran­te, Plug&Play-fä­hi­ge Sys­tem­ar­chi­tek­tur für Elek­tro­fahr­zeu­ge be­reit­zu­stel­len.

Im For­schungs­pro­jekt RA­CE wur­den neu­ar­ti­ge Kon­zep­te für Hard­ware und Soft­ware ei­ner Fahr­zeug­ar­chi­tek­tur pro­to­ty­pisch um­ge­setzt. Er­geb­nis ist ein Elek­tro­fahr­zeug, bei dem der An­trieb als Rad­na­ben­mo­to­ren di­rekt in den Rä­dern sitzt. Es be­sitzt „smar­te“ Ak­to­ren und Sen­so­ren wie ei­ne Steer-by-Wire-Len­kung oh­ne me­cha­ni­sche Rück­fal­le­be­ne so­wie Um­feld-Sen­so­rik, mit wel­cher teil­au­to­no­mer Fahr­be­trieb er­mög­licht wird.

Das „Ge­hirn“ des Fahr­zeugs ist ein Zen­tral­rech­ner­ver­bund, auf dem ein mo­der­nes Lauf­zeit­sys­tem aus­ge­führt wird. Die au­to­no­men Fahr­funk­tio­nen kön­nen als Soft­ware­kom­po­nen­ten in­te­griert wer­den. Die Midd­le­wa­re un­ter­stützt da­bei die Er­ken­nung neu­er Hard­ware so­wie die dy­na­mi­sche In­stal­la­ti­on neu­er Soft­ware­kom­po­nen­ten aus ei­nem App-Store. So kön­nen Nut­zer das Fahr­zeug per Plug&Play an ih­re Wün­sche an­pas­sen.

Der Pro­jekt­part­ner Sie­mens star­tet die Pro­dukt­ent­wick­lung der RA­CE-Platt­form für den Au­to­mo­bil­be­reich.

DLR Ro­bo­mo­bil

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li 2015 prä­sen­tier­te das DLR-In­sti­tut für Ro­bo­tik und Me­cha­tro­nik, des­sen ehe­ma­li­ger Di­rek­tor Prof. Dr. Gerd Hir­zin­ger Mit­glied des Zu­kunfts­rats ist, auf der Platt­form „Ver­netz­te Sys­te­me: En­er­gie, Mo­bi­li­tät, Me­cha­tro­nik“ das ro­bo­ti­sche Elek­tro­mo­bil RO­bo­MO­bil.

Das RO­bo­MO­bil (RO­MO) mit sei­nen vier hoch­in­te­grier­ten, bau­glei­chen Rad­ro­bo­tern ist die von der Raum­fahrtro­bo­tik in­spi­rier­te elek­tro­mo­bi­le X-by-Wire-For­schungs­platt­form des DLR für me­cha­tro­ni­sche Ak­tua­to­ren, Fahr­dy­na­mik­re­ge­lung, Mensch-Ma­schi­ne-Schnitt­stel­le und au­to­no­mes Fah­ren.

 

In die Rä­der des RO­MOs sind je­weils An­trieb, Len­kung, Fe­de­rung und Brem­se in­te­griert. Da­durch ist das Fahr­zeug in der La­ge, auf der Stel­le zu dre­hen oder seit­wärts zu fah­ren. Das RO­MO kann wahl­wei­se voll­au­to­nom fah­ren, per Fern­steue­rung oder von ei­nem Fah­rer mit Si­de­stick ge­steu­ert wer­den. Dy­na­mi­sche 3D-Um­ge­bungs­in­for­ma­tio­nen wer­den mit­tels leis­tungs­fä­hi­ger Bild­ver­ar­bei­tung aus acht rund­um an­ge­brach­ten Ste­reo­ka­me­ra-Paa­ren be­rück­sich­tigt.

 

Die Ver­an­ke­rung in den bei­den DLR-Schwer­punk­ten Raum­fahrt und Ver­kehr un­ter­stützt den Trans­fer von Tech­no­lo­gi­en, die für pla­ne­ta­re Ro­ver und mo­bi­le Ro­bo­ter ent­wi­ckelt wur­den, auf die ter­res­tri­sche Mo­bi­li­tät. In­ner­halb des Schwer­punkts Ver­kehr ist das RO­MO ei­ner von meh­re­ren Ver­suchs­trä­gern zum For­schungs­the­ma Next Ge­ne­ra­ti­on Car und wird u. a. zur Er­pro­bung neu­ar­ti­ger As­sis­tenz­funk­tio­nen für Elek­tro­mo­bi­le in den Be­rei­chen Fahr­dy­na­mik, En­er­gie­ma­nage­ment und Car2x ein­ge­setzt.

Sei­ra­therm tem­pe­dy

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li 2015 prä­sen­tier­te die Sei­ra­therm GmbH auf der Platt­form „Grün­der“ das Vo­lu­men- und Tem­pe­ra­tur­ma­nage­ment­sys­tem tem­pe­dy.

Tem­pe­dy ist ein kom­bi­nier­tes Vo­lu­men und Tem­pe­ra­tur­ma­nage­ment­sys­tem. Mit die­sem in­no­va­ti­ven Me­di­zin­pro­dukt kann so­wohl der phy­sio­lo­gi­sche Flüs­sig­keits­haus­halt als auch die Kör­per­kern­tem­pe­ra­tur si­cher, ef­fek­tiv und nicht zu­sätz­lich in­va­siv be­ein­flusst wer­den.

Tem­pe­dy wird bei der Be­hand­lung sog. kri­tisch-kran­ker Pa­ti­en­ten im in­ten­siv­me­di­zi­ni­schen Um­feld ein­ge­setzt so­wie auch bei län­ge­ren ope­ra­ti­ven Ein­grif­fen. Tech­ni­sches Grund­prin­zip ist die Ver­ab­rei­chung tem­pe­rier­ter In­fu­si­ons­lö­sun­gen (4° C bis 42° C) kom­bi­niert mit ei­ner Feed­back-Kop­pe­lung der Kör­per­kern­tem­pe­ra­tur und ei­nem pa­ti­en­ten- ad­ap­ti­ven Al­go­rith­mus.

Die An­wen­dungs­fel­der rei­chen von strik­ter Nor­mo­ther­mie bei aku­ten Schlag­an­fall­pa­ti­en­ten, über das Vo­lu­men- und Tem­pe­ra­tur­ma­nage­ment bei Sep­sis bis zur Fie­ber­ver­mei­dung nach neu­ro­chir­ur­gi­schen Ein­grif­fen. Das mo­bi­le Sys­tem er­mög­licht den Ein­satz auch au­ßer­halb der In­ten­siv­sta­ti­on, z.B. beim Kran­ken­trans­port.

Leicht­bau­struk­tu­ren für die ad­di­ti­ve Fer­ti­gung

Auf dem Kon­gress des Zu­kunfts­rats der Baye­ri­schen Wirt­schaft am 08. Ju­li 2015 prä­sen­tier­te die Pro­jekt­grup­pe „Res­sour­cen­ef­fi­zi­en­te me­cha­tro­ni­sche Ver­ar­bei­tungs­ma­schi­nen“ des Fraun­ho­fer In­sti­tus für Werk­zeug­ma­schi­nen und Um­for­mungs­tech­nik auf der Platt­form „Neue Pro­duk­ti­on / Neue Ar­beits­welt“ Leucht­bau­struk­tu­ren für die ad­di­ti­ve Fer­ti­gung.

Das Ziel des Pro­jekts ist die Aus­le­gung von Git­ter- und Wa­ben­struk­tu­ren für die ad­di­ti­ve Fer­ti­gung („3D-Druck“) un­ter dem bio­ni­schen An­satz der kraft­fluss­op­ti­mier­ten An­pas­sung. Durch die Kon­struk­ti­on nach Prin­zi­pi­en der Na­tur lässt sich die Wett­be­werbs­fä­hig­keit stei­gern: Mas­see­in­spa­run­gen re­du­zie­ren den En­er­gie­be­darf im Be­trieb, au­ßer­dem kommt es zu ei­nem öko­no­mi­schen und öko­lo­gi­schen Um­gang mit Roh­stof­fen.

Der ad­di­ti­ven Fer­ti­gung kommt in der In­dus­trie 4.0 ei­ne gro­ße Be­deu­tung zu. Sie er­mög­licht die ra­sche, kos­ten­güns­ti­ge und kun­den­in­di­vi­du­el­le Ein­zel­fer­ti­gung von Pro­to­ty­pen oder sel­ten be­nö­tig­ten Er­satz­tei­len. Auch spe­zi­el­le Struk­tu­ren aus viel­fäl­ti­gen Roh­stof­fen las­sen sich so rea­li­sie­ren. Die­se wer­den z.B. in der Me­di­zin­tech­nik als Im­plan­ta­te ein­ge­setzt.