Tech­no­lo­gie­trans­fer

Um neue An­wen­dun­gen und tech­no­lo­gi­sche Trends in die Brei­te zu tra­gen, müs­sen sie auf die kon­kre­ten Ein­satz­ge­bie­te her­un­ter­ge­bro­chen wer­den. Bes­ser als mit den abs­trak­ten Po­ten­zia­len Künst­li­cher In­tel­li­genz er­reicht man ins­be­son­de­re den Mit­tel­stand mit kon­kre­ten Ein­satz­ge­bie­ten wie bei­spiels­wei­se dem Er­ken­nen na­tür­li­cher Spra­che. Block­chain klingt nach ei­nem Hype, wäh­rend „Lö­sun­gen für die si­che­re Nach­ver­fol­gung von Wa­ren“ prak­ti­sche An­wend­bar­keit ver­spricht. Ver­an­stal­tun­gen öf­fent­li­cher In­sti­tu­tio­nen soll­ten sich bei Pro­gramm­ge­stal­tung und Ver­mark­tung noch stär­ker dar­an aus­rich­ten.

Ge­ra­de für den Mit­tel­stand ist ei­ne we­sent­li­che Ent­schei­dungs­grund­la­ge für den Ein­satz tech­no­lo­gi­scher Neue­run­gen, dass an­de­re aus der Bran­che da­mit be­reits (po­si­ti­ve) Er­fah­run­gen ma­chen, wie auch die ak­tu­el­le Er­he­bung für die vbw zeigt (vgl. Ka­chel 04.0.1). Dann ist der Staat aber um­so mehr ge­for­dert, auf ei­ne mög­lichst brei­te Ver­wen­dung von Best-Prac­tice-Bei­spie­len zu set­zen. Ers­te An­sät­ze da­zu gibt es be­reits, et­wa spe­zi­ell für Grün­der oder für Nut­zer des Di­gi­tal­bo­nus Bay­ern. Al­ler­dings fehlt ei­ne leicht zu­gäng­li­che sys­te­ma­ti­sche Er­fas­sung. Der­zeit muss das Un­ter­neh­men ak­tiv da­nach su­chen und mög­lichst auch be­reits ei­ne kon­kre­te Vor­stel­lung da­von ent­wi­ckelt ha­ben, für wel­che An­wen­dung es sich in­ter­es­siert. Die Lö­sung könn­te in ei­ner bay­ern­wei­ten Da­ten­ba­sis lie­gen, die in ei­nem ers­ten Schritt An­ga­ben zu al­len mit öf­fent­li­chen Mit­teln ge­för­der­ten Vor­ha­ben in leicht ver­ständ­li­cher Wei­se ent­hält und ei­ne Fil­te­rung nach Un­ter­neh­mens­grö­ße, Bran­che, B2Bvs. B2C-Ge­schäft, Tech­no­lo­gie­be­rei­chen etc. er­mög­licht. Staat­li­che An­sprech­part­ner müs­sen par­al­lel da­zu als gut sicht­ba­re An­lauf­stel­len zur Ver­fü­gung ste­hen.

 

Wo im­mer mög­lich, muss der Staat den Nut­zen neu­er Tech­no­lo­gi­en im ei­ge­nen Be­reich de­mons­trie­ren. Bei­spie­le sind der En­er­gie­be­reich (en­er­ge­ti­sche Sa­nie­rung sämt­li­cher ei­ge­ner Ge­bäu­de etc.) und der Ver­kehrs­be­reich (z. B. neu­es­te tech­no­lo­gi­sche Stan­dards in ei­ge­nen Flot­ten), aber auch di­gi­ta­le Tech­no­lo­gi­en.

Aus­gangs­punkt für neue Ko­ope­ra­tio­nen zwi­schen Un­ter­neh­men und For­schungs­ein­rich­tun­gen ist ei­ne trans­pa­ren­te und ta­ges­ak­tu­el­le Über­sicht zu Stand­or­ten, Kom­pe­ten­zen und The­men (vgl. Ka­chel 03.2). Wäh­rend die In­hal­te de­zen­tral er­stellt wer­den soll­ten, muss die Ein­rich­tung und die Ein­bin­dung al­ler re­le­van­ten Ak­teu­re von staat­li­cher Sei­te be­trie­ben wer­den