Trefferliste

41 Steckbriefe

Pro­duk­te #01
Co­ch­lea Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #02
Lab-On-A-Chip
Pro­duk­te #03
Pfle­ge­ro­bo­ter
Pro­duk­te #04
Re­ti­na Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #05
Ro­bo­ter
Pro­duk­te #06
Tat­too-Elek­tro­den
Pro­duk­te #07
Weara­bles
Pro­duk­te #08
Me­di­ka­men­te mit Sen­so­rik
Pro­duk­te #09
Ge­sund­heits-Apps
Pro­duk­te #10
Ope­ra­ti­ons­sys­te­me
Pro­duk­te #11
Por­ta­ble DNA-Se­quen­zier­ge­rä­te
Pro­duk­te #12
T-Shirts mit EKG
Tech­no­lo­gi­en #01
Me­di­zi­ni­scher 3D-Druck
Tech­no­lo­gi­en #02
Am­bi­ent As­sis­ted Li­ving
Tech­no­lo­gi­en #03
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #04
Bio­mar­ker
Tech­no­lo­gi­en #05
Ver­mitt­lungs­platt­for­men für Pa­ti­en­ten und Kli­ni­ken
Tech­no­lo­gi­en #06
Elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­te
Tech­no­lo­gi­en #07
Elek­tro­ni­sche Bei­pack­zet­tel
Tech­no­lo­gi­en #08
Ge­nom-Edi­tie­rung mit CRIS­PR/Cas9
Tech­no­lo­gi­en #09
Me­di­cal Da­ta Space
Tech­no­lo­gi­en #10
Me­di­zin­tech­nik
Tech­no­lo­gi­en #11
mHe­alth-An­wen­dun­gen
Steckbrief Technologien #000011

mHe­alth-An­wen­dun­gen

Be­schrei­bung

Un­ter mHe­alth-An­wen­dun­gen (kurz für mo­bi­le Health) ver­steht man im All­ge­mei­nen den Ein­satz von Smart­pho­nes und an­de­ren mo­bi­len End­ge­rä­ten so­wie von Weara­bles in der Ge­sund­heits­ver­sor­gung und -för­de­rung. Über ver­schie­de­ne Apps kön­nen sich die Nut­zer von mHe­alth-An­ge­bo­ten bei­spiels­wei­se zu Ge­sund­heits- und Krank­heits­fra­gen in­for­mie­ren, das ei­ge­ne Ver­hal­ten do­ku­men­tie­ren oder sich mit Ex­per­ten aus­tau­schen. Die Ein­satz­fel­der von mHe­alth-An­wen­dun­gen sind viel­fäl­tig. Ne­ben der Prä­ven­ti­on und der Ge­sund­heits­för­de­rung um­fas­sen sie die Dia­gnos­tik, die The­ra­pie und auch die (Fern-)Über­wa­chung von Er­kran­kun­gen. Dar­über hin­aus kön­nen mHe­alth-An­wen­dun­gen bei der Nach­ver­fol­gung von In­fek­ti­ons­ver­läu­fen so­wie in der Kom­mu­ni­ka­ti­on und in der Aus­bil­dung der Ge­sund­heits­be­ru­fe zum Ein­satz kom­men. mHe­alth-An­wen­dun­gen wird häu­fig das Po­ten­zi­al zu­ge­spro­chen, Ver­sor­gungs­er­geb­nis­se zu ver­bes­sern, in­dem sie die Kom­pe­tenz und das Selbst­ma­nage­ment ih­rer Nut­zer stär­ken. Dar­über hin­aus sol­len sie zu­künf­tig ins­be­son­de­re die Ver­sor­gung von Men­schen mit chro­ni­schen Er­kran­kun­gen, Be­hin­de­run­gen so­wie in struk­tur­schwa­chen Räu­men ver­bes­sern.

mHe­alth-An­wen­dun­gen las­sen sich in prä­ven­tiv-ge­sund­heits­för­dern­de An­wen­dun­gen für Bür­ger so­wie in me­di­zi­ni­sche An­wen­dun­gen für Pa­ti­en­ten und me­di­zi­ni­sche und pfle­ge­ri­sche Fach­kräf­te un­ter­schei­den. Prä­ven­tiv-ge­sund­heits­för­dern­de An­wen­dun­gen zie­len dar­auf ab, Er­kran­kun­gen im Vor­feld zu ver­mei­den oder die all­ge­mei­ne Ge­sund­heit zu för­dern. Auch Fit­ness-, Well­ness- und Er­näh­rungs-Apps kön­nen die­ser Ka­te­go­rie zu­ge­ord­net wer­den. Me­di­zi­ni­sche An­wen­dun­gen zie­len hin­ge­gen auf die Dia­gnos­tik, The­ra­pie oder Über­wa­chung von aku­ten oder chro­ni­schen Er­kran­kun­gen ab. Ih­re Ein­satz­mög­lich­kei­ten rei­chen von der Mes­sung von Vi­tal­pa­ra­me­tern wie Blut­druck, Herz­fre­quenz oder Lun­gen­funk­ti­on mit­tels non-in­va­si­ver Sen­so­ren über die Be­treu­ung von Pa­ti­en­ten und dem Mo­ni­to­ring von Er­kran­kun­gen bis hin zur (da­ten­ge­stütz­ten) Krank­heits­dia­gnos­tik.

Der Markt für mo­bi­le Ge­sund­heits­an­wen­dun­gen ent­wi­ckelt sich dy­na­misch. Die Zahl der in den App-Stores ver­füg­ba­ren ge­sund­heits­be­zo­ge­nen Apps wird ak­tu­ell auf über 279.000 ge­schätzt, das sind rund 100.000 mehr als noch vor zwei Jah­ren. Auch die Zahl ih­rer Nut­zer ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­stie­gen. Ei­ner Um­fra­ge zu­fol­ge wer­den Ge­sund­heits-Apps ge­gen­wär­tig von rund 45 Pro­zent der deut­schen Be­völ­ke­rung ge­nutzt. Die dy­na­mi­sche Ent­wick­lung voll­zieht sich bis­her vor al­lem auf dem zwei­ten Ge­sund­heits­markt, das heißt, die An­wen­dun­gen rich­ten sich über­wie­gend an ge­sun­de Men­schen, even­tu­ell an­fal­len­de Kos­ten für Be­zug und Nut­zung der Apps wer­den in der Re­gel nicht von den Kran­ken­ver­si­che­run­gen er­stat­tet. Al­ler­dings ge­win­nen mHe­alth-An­wen­dun­gen auch im ers­ten Ge­sund­heits­markt zu­neh­mend an Be­deu­tung. Ins­be­son­de­re an der US-Ost­küs­te, Is­ra­el und Eu­ro­pa wird ge­gen­wär­tig an Ge­sund­heits-Apps der so­ge­nann­ten zwei­ten Wel­le ge­forscht – Apps, die mit­hil­fe ei­nes Smart­pho­nes und ggf. klei­ner Zu­satz­ge­rä­te ei­nen ech­ten the­ra­peu­ti­schen oder dia­gnos­ti­schen Zweck ver­fol­gen.

mHe­alth-An­bie­ter kön­nen so­wohl Klei­ne und Mitt­le­re Un­ter­neh­men sein, wie bspw. Per­so­nal Med­Sys­tems aus Ber­lin. An­de­rer­seits sind auch gro­ße Kon­zer­ne wie et­wa Phi­lips, Goog­le, Ap­ple, Samsung oder IBM in die­sem Be­reich ak­tiv.

Die zu­neh­men­de Ver­brei­tung von mHe­alth-An­wen­dun­gen ist ins­be­son­de­re dar­auf zu­rück­zu­füh­ren, dass im­mer mehr Men­schen über ein Smart­pho­ne ver­fü­gen und gleich­zei­tig ver­stärkt In­for­ma­ti­on, Par­ti­zi­pa­ti­on und In­ter­ak­ti­on be­züg­lich der ei­ge­nen Ge­sund­heit nach­fra­gen.

Ei­ne Ein­schät­zung der Qua­li­tät der zahl­rei­chen in den App-Stores zur Ver­fü­gung ste­hen­den mHe­alth-An­wen­dun­gen ist bis­her so­wohl für Nut­zer als auch für Kos­ten­trä­ger kaum mög­lich, da die An­bie­ter von An­wen­dun­gen in der Re­gel kaum An­ga­ben zu we­sent­li­chen Qua­li­täts­kri­te­ri­en wie In­halt, Funk­tio­na­li­tät, Da­ten­schutz und Fi­nan­zie­rungs­quel­len ma­chen. Dies ist in­so­fern pro­ble­ma­tisch, als dass so­wohl die Pro­fes­sio­na­li­tät der An­bie­ter als auch die Qua­li­tät der An­wen­dun­gen er­heb­lich va­ri­iert. Qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge An­wen­dun­gen sind bis­her eher die Aus­nah­me als die Re­gel. Ei­ner staat­li­chen Qua­li­täts­si­che­rung un­ter­lie­gen in Deutsch­land grund­sätz­lich nur die­je­ni­gen mHe­alth-An­wen­dun­gen, die von ih­ren Her­stel­lern als Me­di­zin­pro­dukt ein­ge­stuft wur­den und des­halb ein auf­wän­di­ges Zu­las­sungs­ver­fah­ren durch­lau­fen ha­ben. Für al­le an­de­ren An­wen­dun­gen gibt es kei­ne ver­bind­li­chen Qua­li­täts­stan­dards. Ein wei­te­res Hemm­nis stel­len die teil­wei­se be­stehen­den Män­gel beim Da­ten­schutz und der Da­ten­si­cher­heit dar, wie Stu­di­en im­mer wie­der auf­de­cken. Wei­ter­hin feh­len bis­her aus­sa­ge­kräf­ti­ge Un­ter­su­chun­gen zum Nut­zen von mo­bi­len Ge­sund­heits­an­wen­dun­gen, was die Iden­ti­fi­zie­rung in­no­va­ti­ver An­wen­dun­gen und de­ren Über­füh­rung in die Re­gel­ver­sor­gung er­schwert. Schließ­lich wird die Ent­wick­lung von mHe­alth-An­wen­dun­gen ge­gen­wär­tig vor al­lem von öko­no­mi­schen In­ter­es­sen und mög­li­chen Ver­triebs­chan­cen ge­trie­ben und zu we­nig an den tat­säch­li­chen Be­dar­fen der Ge­sund­heits­ver­sor­gung aus­ge­rich­tet.

Das Markt­vo­lu­men von mHe­alth-An­wen­dun­gen wird für 2016 auf fast 20 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ge­schätzt. Ex­per­ten rech­nen da­mit, dass der di­gi­ta­le Sek­tor im Ge­sund­heits­we­sen im Jahr 2025 be­reits 100 Mil­li­ar­den Eu­ro um­fas­sen wird.

Tech­no­lo­gi­en #12
Mi­kro­phy­sio­lo­gi­sche Sys­te­me
Tech­no­lo­gi­en #13
mo­no­k­lo­na­le An­ti­kör­per
Tech­no­lo­gi­en #14
Na­no­tech­no­lo­gie
Tech­no­lo­gi­en #15
P4-Me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #16
Pro­to­nen­the­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #17
se­cur­Ph­arm e. V.
Tech­no­lo­gi­en #18
Te­le­me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #19
Ther­a­nos­ti­sche Im­plan­ta­te
Tech­no­lo­gi­en #20
Ver­mitt­lungs­platt­for­men in der Pfle­ge
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Trans­port­box für Me­di­ka­men­te
Tech­no­lo­gi­en #22
Hoch­durch­satz-Se­quen­zier­ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #23
Bio­tech
Tech­no­lo­gi­en #24
CAR-T-Zell-The­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #25
Dia­gno­se mit DVD-Tech­no­lo­gie
För­der­mit­tel #01
EXIST
För­der­mit­tel #02
High-Tech Grün­der­fonds (HTGF)
För­der­mit­tel #03
IN­VEST
För­der­mit­tel #04
Wachs­tums­fonds Bay­ern