Trefferliste

41 Steckbriefe

Pro­duk­te #01
Co­ch­lea Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #02
Lab-On-A-Chip
Pro­duk­te #03
Pfle­ge­ro­bo­ter
Pro­duk­te #04
Re­ti­na Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #05
Ro­bo­ter
Pro­duk­te #06
Tat­too-Elek­tro­den
Steckbrief Produkte #000006

Tat­too-Elek­tro­den

Be­schrei­bung

Tat­too-Elek­tro­den be­inhal­ten leit­fä­hi­ge Po­ly­me­re (Stoff aus Ma­kro­mo­le­kü­len), die mit Hil­fe ei­nes Tin­ten­strahl­druck­ver­fah­rens auf han­dels­üb­li­ches tem­po­rä­res Tat­too-Pa­pier (das auch für Ab­zieht­at­toos ge­nutzt wird) ge­druckt wer­den. Da­bei wer­den Ein­zel­elek­tro­den oder Mul­tielek­tro­den-An­ord­nun­gen her­ge­stellt, die den glei­chen Zweck er­fül­len, wie die Gel-Elek­tro­den bei ei­nem her­kömm­li­chen EKG (Elek­tro­kar­dio­gramm) oder EMG (Elek­tro­myo­gra­fie: die Auf­zeich­nung elek­tri­scher Im­pul­se des Her­zens oder der Mus­keln). Die not­wen­di­gen Ver­bin­dun­gen zur Über­tra­gung der Si­gna­le sind eben­falls in das Tat­too in­te­griert. Die Tat­too-Elek­tro­den ha­ben ei­ne Di­cke von we­ni­ger als ei­nem Mi­kro­me­ter. Sie pas­sen sich der Haut­struk­tur an und kön­nen so­mit auch an Kör­per­stel­len an­ge­bracht wer­den, bei de­nen her­kömm­li­che Elek­tro­den un­ge­eig­net sind. Tat­too-Elek­tro­den be­sit­zen da­her er­heb­li­che Vor­tei­le ge­gen­über her­kömm­li­chen Elek­tro­den. Sie kön­nen oh­ne den Ein­satz von Gel auf der Haut an­ge­bracht wer­den und sind bes­ser für den lang­fris­ti­gen Ein­satz ge­eig­net. Zu­dem sind sie un­emp­find­li­cher ge­gen­über Fak­to­ren wie Haar­wachs­tum, die die Mess­wer­te her­kömm­li­cher Sys­te­me ver­fäl­schen kön­nen. Für Pa­ti­en­ten be­deu­ten die Tat­too-Elek­tro­den ei­nen Zu­wachs an Kom­fort und Mo­bi­li­tät. Ziel der Ent­wick­ler ist es, ein kos­ten­güns­ti­ges so­wie ein­fach und viel­sei­tig an­zu­wen­den­des Sys­tem zu schaf­fen.

Nächs­tes Ziel der Ent­wick­ler ist es, draht­lo­se Elek­tro­den her­zu­stel­len, die in der La­ge sind Si­gna­le so­wohl zu sen­den als auch zu emp­fan­gen. Da­mit wä­re zu­sätz­lich ei­ne ge­ziel­te Sti­mu­la­ti­on be­stimm­ter Kör­per­re­gio­nen mög­lich. In Zu­kunft könn­ten auch noch wei­te­re Sen­so­ren in die Tat­toos in­te­griert wer­den. Auch ei­ne Strom­ver­sor­gung der Tat­toos mit klei­nen, sich auf der Haut be­find­li­chen So­lar­zel­len wird von Wis­sen­schaft­lern er­forscht.

Tat­too-Elek­tro­den wer­den er­forscht von der TU Graz in Ko­ope­ra­ti­on mit meh­re­ren ita­lie­ni­schen Hoch­schu­len. Auch die Uni­ver­si­tät To­kio forscht an Tat­too-Elek­tro­den.

Die Tat­too-Elek­tro­den sol­len bei Dia­gno­se­ver­fah­ren wie EKG oder EMG an­ge­wen­det wer­den. Sie sind spe­zi­ell für Lang­zeit­mes­sun­gen über meh­re­re Ta­ge ge­eig­net und er­setz­ten die her­kömm­li­chen Gel-Elek­tro­den. Auch ei­ne lang­fris­te Über­wa­chung der Pa­ti­en­ten in der Pfle­ge und der Ein­satz bei Sport­lern sind mög­lich An­wen­dungs­fel­der.

Für ei­ne kom­mer­zi­el­le Ver­mark­tung der Tech­no­lo­gie ist die Ko­ope­ra­ti­on der For­scher­teams mit Un­ter­neh­men aus der Bio­me­di­zin-Bran­che not­wen­dig. So­bald die Tech­nik wei­ter aus­ge­reift ist, ist das Dru­cken von Sen­so­ren an­de­rer Art in ähn­li­cher Form denk­bar. Hier er­ge­ben sich gro­ße Ko­ope­ra­ti­ons­po­ten­tia­le für die Sen­so­rik-In­dus­trie.

Mo­men­tan wer­den die Tat­too-Elek­tro­den noch nicht kom­mer­zi­ell an­ge­bo­ten, son­dern be­fin­den sich noch in der Ent­wick­lungs­pha­se in den be­tei­lig­ten For­schungs­ein­rich­tun­gen.

Tat­too-Elek­tro­den er­schlie­ßen neue An­wen­dungs­fel­der. Bei­spiels­wei­se ist der Ein­satz der Elek­tro­den an Kör­per­stel­len mög­lich, für die Gel-Elek­tro­den bis­her nicht ge­eig­net wa­ren. Wenn das Pro­dukt erst ein­mal aus­greift ist, bie­tet es die Mög­lich­keit, Elek­tro­den äu­ßerst kos­ten­güns­tig und in­di­vi­dua­li­siert her­zu­stel­len.

Bis­her ist die Tech­no­lo­gie le­dig­lich im Ent­wick­lungs­sta­di­um, ob sie sich lang­fris­tig tat­säch­lich im Markt durch­set­zen kann, ist un­ge­wiss.

Die Ent­wick­ler se­hen ein sehr gro­ßes Markt­po­ten­ti­al, es ha­be be­reits In­ter­es­sens­be­kun­dun­gen in­ter­na­tio­na­ler bio­me­di­zi­ni­scher Un­ter­neh­men zur ge­mein­sa­men Ent­wick­lung ei­nes markt­fä­hi­gen Pro­duk­tes ge­ge­ben.

Pro­duk­te #07
Weara­bles
Pro­duk­te #08
Me­di­ka­men­te mit Sen­so­rik
Pro­duk­te #09
Ge­sund­heits-Apps
Pro­duk­te #10
Ope­ra­ti­ons­sys­te­me
Pro­duk­te #11
Por­ta­ble DNA-Se­quen­zier­ge­rä­te
Pro­duk­te #12
T-Shirts mit EKG
Tech­no­lo­gi­en #01
Me­di­zi­ni­scher 3D-Druck
Tech­no­lo­gi­en #02
Am­bi­ent As­sis­ted Li­ving
Tech­no­lo­gi­en #03
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #04
Bio­mar­ker
Tech­no­lo­gi­en #05
Ver­mitt­lungs­platt­for­men für Pa­ti­en­ten und Kli­ni­ken
Tech­no­lo­gi­en #06
Elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­te
Tech­no­lo­gi­en #07
Elek­tro­ni­sche Bei­pack­zet­tel
Tech­no­lo­gi­en #08
Ge­nom-Edi­tie­rung mit CRIS­PR/Cas9
Tech­no­lo­gi­en #09
Me­di­cal Da­ta Space
Tech­no­lo­gi­en #10
Me­di­zin­tech­nik
Tech­no­lo­gi­en #11
mHe­alth-An­wen­dun­gen
Tech­no­lo­gi­en #12
Mi­kro­phy­sio­lo­gi­sche Sys­te­me
Tech­no­lo­gi­en #13
mo­no­k­lo­na­le An­ti­kör­per
Tech­no­lo­gi­en #14
Na­no­tech­no­lo­gie
Tech­no­lo­gi­en #15
P4-Me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #16
Pro­to­nen­the­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #17
se­cur­Ph­arm e. V.
Tech­no­lo­gi­en #18
Te­le­me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #19
Ther­a­nos­ti­sche Im­plan­ta­te
Tech­no­lo­gi­en #20
Ver­mitt­lungs­platt­for­men in der Pfle­ge
Tech­no­lo­gi­en #21
Trans­port­box für Me­di­ka­men­te
Tech­no­lo­gi­en #22
Hoch­durch­satz-Se­quen­zier­ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #23
Bio­tech
Tech­no­lo­gi­en #24
CAR-T-Zell-The­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #25
Dia­gno­se mit DVD-Tech­no­lo­gie
För­der­mit­tel #01
EXIST
För­der­mit­tel #02
High-Tech Grün­der­fonds (HTGF)
För­der­mit­tel #03
IN­VEST
För­der­mit­tel #04
Wachs­tums­fonds Bay­ern