Trefferliste

41 Steckbriefe

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Pro­duk­te #02
Lab-On-A-Chip
Pro­duk­te #03
Pfle­ge­ro­bo­ter
Pro­duk­te #04
Re­ti­na Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #05
Ro­bo­ter
Steckbrief Produkte #000005

Ro­bo­ter

Be­schrei­bung

In den letz­ten Jah­ren wur­den Ro­bo­ter in zu­neh­men­dem Ma­ße für den Ein­satz im Ge­sund­heits­we­sen ent­wi­ckelt. Ro­bo­ter wer­den be­reits in ei­ni­gen Kran­ken­häu­sern ge­nutzt und un­ter­stüt­zen dort zum Bei­spiel Ärz­te und Chir­ur­gen bei kom­pli­zier­ten Ein­grif­fen. In Kran­ken­häu­sern oder Pfle­ge­ein­rich­tun­gen kön­nen sie au­ßer­dem ein­fa­che und zeit­in­ten­si­ve Auf­ga­ben wie die Nah­rungs- und Me­di­ka­men­ten­ver­tei­lung über­neh­men und da­mit die Pfle­ge­kräf­te deut­lich ent­las­ten. Be­son­ders vor dem Hin­ter­grund des de­mo­gra­fi­schen Wan­dels, der sich in vie­len west­li­chen Län­dern ab­zeich­net, wer­den sol­che Ro­bo­ter an Be­deu­tung ge­win­nen. Sie könn­ten dem Fach­kräf­te­man­gel im Ge­sund­heits­we­sen zu­min­dest teil­wei­se ent­ge­gen­wir­ken. Vie­le For­schungs­ein­rich­tun­gen und Ro­bo­tik­un­ter­neh­men ar­bei­ten des­halb in­ten­siv an der Wei­ter­ent­wick­lung der be­stehen­den Tech­no­lo­gi­en. Ei­ne brei­te­re Nut­zung von Ro­bo­tern im Ge­sund­heits­sek­tor wird aber erst ab dem Jahr 2030 er­war­tet.

Im Ge­sund­heits­sek­tor kön­nen Ro­bo­ter auf ver­schie­dens­te Ar­ten ver­wen­det wer­den. Vor al­lem Auf­ga­ben, die ho­he, dau­er­haf­te Prä­zi­si­on ver­lan­gen oder mo­no­ton sind, kön­nen künf­tig ver­mehrt von Ro­bo­tern über­nom­men wer­den. Für Ope­ra­tio­nen wur­den spe­zi­el­le Hoch­prä­zi­si­ons­ro­bo­ter ent­wi­ckelt, die chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe sehr viel ge­nau­er durch­füh­ren kön­nen, als dies per Hand mög­lich ist. Die Ope­ra­ti­ons­ro­bo­ter, die sich bis­her im Ein­satz be­fin­den (bspw. am Kli­ni­kum Groß­ha­dern in Mün­chen) wer­den aus­schließ­lich von mensch­li­chen Chir­ur­gen ge­steu­ert. Der Ein­satz von sol­chen Ro­bo­tern er­mög­licht es zu­dem, dass man­che Ope­ra­tio­nen nicht mehr of­fen, son­dern mi­ni­mal­in­va­siv durch­ge­führt wer­den kön­nen. Dies ver­bes­sert die Wund­hei­lung, ver­rin­gert den Blut­ver­lust und beugt der Nar­ben­bil­dung vor. Ope­ra­ti­ons­ro­bo­ter er­mög­li­chen dar­über hin­aus auch ganz neue Ein­satz­mög­lich­kei­ten im Be­reich der Te­le­me­di­zin. Mit sol­chen Ro­bo­tern kön­nen spe­zia­li­sier­te Chir­ur­gen kom­pli­zier­te Ein­grif­fe von über­all auf der Welt durch­füh­ren und so die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung in Kri­sen­ge­bie­ten oder in ab­ge­schie­de­nen Or­ten ver­bes­sern. Nicht nur bei Ope­ra­tio­nen, son­dern auch im Be­reich der Pfle­ge wer­den Ro­bo­ter be­reits ver­ein­zelt ein­ge­setzt. Teil­au­to­no­me Pfle­ge­wa­gen kön­nen schon heu­te das Per­so­nal beim Trans­port von Wa­ren oder der Es­sens- und Me­di­ka­men­ten­ver­tei­lung ent­las­ten. Des Wei­te­ren wer­den Ro­bo­ter in der Er­go­the­ra­pie ver­wen­det, um teil­ge­lähm­te Pa­ti­en­ten nach ei­nem Schlag­an­fall oder ei­ner Hirn­blu­tung beim Wie­der­er­ler­nen von ein­fa­chen Be­we­gun­gen wie dem Grei­fen von Ge­gen­stän­den zu hel­fen. Dar­über hin­aus kön­nen Exo­s­ke­let­te ge­nutzt wer­den, um Be­trof­fe­nen all­täg­li­che Be­we­gun­gen zu er­mög­li­chen und so de­ren Hand­lungs­fä­hig­keit zu ver­bes­sern. Exo­s­ke­let­te kön­nen zum Bei­spiel Quer­schnitts­ge­lähm­ten das Ge­hen er­mög­li­chen. Sie sind zwar tech­nisch schon sehr aus­ge­reift, aber noch ver­gleichs­wei­se teu­er.

Ab­ge­se­hen von den ge­nann­ten ein­zel­nen Bei­spie­len sind Ro­bo­ter im Ge­sund­heits­we­sen ak­tu­ell noch nicht sehr weit ver­brei­tet. Neue Ro­bo­ter be­fin­den sich aber viel­fach im Test­sta­di­um und sol­len in den nächs­ten Jah­ren auf den Markt ge­bracht wer­den. Die Ro­bo­tik im Ge­sund­heits­we­sen be­sitzt da­her ein enor­mes Wachs­tums­po­ten­ti­al. Ins­be­son­de­re im pfle­ge­ri­schen Kon­text wird der Ein­satz von Ro­bo­tern zu­neh­men, die auch über ein­fa­che Trans­port­auf­ga­ben hin­aus­ge­hen. Bei ers­ten, von der EU fi­nan­zier­ten Test­läu­fen konn­te der an der Uni­ver­si­tät Pas­sau mit­ent­wi­ckel­te Ro­bo­ter MA­RIO De­menz­kran­ken bei der All­tags­be­wäl­ti­gung un­ter­stütz­ten. Die­ser Ro­bo­ter kann so­gar die Stim­mung des Pa­ti­en­ten er­ken­nen und auf die­se in ru­di­men­tä­rer Art und Wei­se re­agie­ren. Ro­bo­ter wie MA­RIO könn­ten ei­nes Ta­ges Pfle­ge­be­dürf­ti­gen das selbst­stän­di­ge Le­ben in der ei­ge­nen Häus­lich­keit er­mög­li­chen. Die Grund­la­gen­for­schung in der Ro­bo­tik be­schäf­tigt sich ins­be­son­de­re mit der Ver­bes­se­rung der künst­li­chen In­tel­li­genz und dem Ma­schi­nen­ler­nen.

An me­di­zi­ni­schen Ro­bo­tern wird ge­forscht am In­sti­tut für Ro­bo­tik und Me­cha­tro­nik des Deut­schen Luft- und Raum­fahrt­zen­trums in Mün­chen, am Lehr­stuhl für In­for­ma­tik der Uni­ver­si­tät Pas­sau, am In­sti­tut für Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik der Uni­ver­si­tät Bre­men oder am Fraun­ho­fer-In­sti­tut für Pro­duk­ti­ons­tech­nik und Au­to­ma­ti­sie­rung in Stutt­gart. Aus­ge­wähl­te Un­ter­neh­men der Bran­che sind bei­spiels­wei­se die Ku­ka AG, die MLR Sys­tem GmbH, Al­de­ba­ran Ro­botics, Bos­ton Dy­na­mics oder Han­son Ro­botics Li­mi­ted.

Ak­tu­ell sind die ost­asia­ti­schen Staa­ten, wie Ja­pan, Süd­ko­rea und Sin­ga­pur, füh­rend im Be­reich der Ro­bo­tik. Eu­ro­päi­sche, ins­be­son­de­re deut­sche For­schungs­ein­rich­tun­gen, die viel­fach durch EU-Gel­der ge­för­dert wer­den, ho­len aber auf. All­ge­mein an­ge­trie­ben wird die Ro­bo­tik im Pfle­ge­be­reich durch den de­mo­gra­fi­schen Wan­del, da die Ver­wen­dung von Ro­bo­tern dem Fach­kräf­te­man­gel ent­ge­gen­wir­ken kann.

Der Ein­satz von Ro­bo­tern im Ge­sund­heits­we­sen wird oft durch feh­len­de ge­setz­li­che und recht­li­che Vor­aus­set­zun­gen er­schwert. Zu­dem be­steht zwar von vie­len Sei­ten In­ter­es­se an den neu­en Tech­no­lo­gi­en, bei der Um­set­zung sind die meis­ten Ak­teu­re al­ler­dings noch recht zö­ger­lich. Ge­hemmt wird die wei­te­re Ver­brei­tung von Ro­bo­tern auch durch die noch sehr ho­hen Prei­se. Häu­fig an­fal­len­de War­tungs­ar­bei­ten schmä­lern die Kos­ten­ef­fi­zi­ent zu­sätz­lich. Bis­he­ri­ge Pro­to­ty­pen sind meist nur be­grenzt lern­fä­hig und weit von au­to­no­mem Han­deln ent­fernt. Bar­rie­ren im Be­reich der künst­li­chen In­tel­li­genz stel­len ak­tu­ell ein Hin­der­nis für die Ent­wick­lung hu­ma­no­ider Ro­bo­ter dar.

Das öko­no­mi­sche Po­ten­zi­al der Ro­bo­tik ist im­mens. Schät­zun­gen ge­hen da­von aus, dass die Um­sät­ze mit Ro­bo­tern über die nächs­ten Jah­re wei­ter an­zie­hen wer­den. Die Zahl der sich im Um­lauf be­find­li­chen Exo­s­ke­let­te et­wa soll ei­ner Stu­die zu Fol­ge von ak­tu­ell rund 7.500 Stück auf mehr als 100.000 im Jahr 2025 an­stei­gen.

Klein, B., Graf, B., Schlo­mer, I., Roß­berg, H., Röh­richt, K. und Baum­gar­ten, S. (2017). Ro­bo­tik in der Ge­sund­heits­wirt­schaft. Hei­del­berg, Ne­ckar: med­hoch­zwei Ver­lag.

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