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Pfle­ge­ro­bo­ter
Pro­duk­te #04
Re­ti­na Im­plan­ta­te
Steckbrief Produkte #000004

Re­ti­na Im­plan­ta­te

Be­schrei­bung

Re­ti­na Im­plan­ta­te sind Seh­pro­the­sen, die stark seh­be­hin­der­ten oder er­blin­de­ten Men­schen ei­nen Teil ih­res Seh­ver­mö­gens zu­rück­ge­ben kön­nen. Um­gangs­sprach­lich wer­den sie auch als „bio­ni­sche Au­gen“ be­zeich­net. Die Im­plan­ta­te kön­nen aber nur bei Pa­ti­en­ten an­ge­wen­det wer­den, bei de­nen der Seh­nerv noch in­takt und voll­stän­dig aus­ge­bil­det ist. Bei an­ge­bo­re­ner Blind­heit ist dies in der Re­gel nicht der Fall. Re­ti­na Im­plan­ta­te eig­nen sich da­her vor al­lem für Er­blin­dun­gen als Fol­ge des Krank­heits­bil­des Re­t­in­i­tis pig­men­to­sa. Grund­sätz­lich kann zwi­schen zwei ver­schie­de­ne Ar­ten von Im­plan­ta­ten un­ter­schie­den wer­den. Beim epi­re­ti­na­len Im­plan­tat wer­den ein Mi­kro­chip und Sti­mu­la­ti­ons­elek­tro­den di­rekt auf der Netz­haut (Re­ti­na) be­fes­tigt und mit ei­ner Vi­deo­ka­me­ra ver­bun­den. Der Glas­kör­per des Au­ges wird bei die­sem Ver­fah­ren in der Re­gel ent­fernt. Beim et­was kom­ple­xe­ren sub­re­ti­na­len Ver­fah­ren liegt das Im­plan­tat zwi­schen Netz­haut und Ader­haut. Statt ei­ner ex­ter­nen Vi­deo­ka­me­ra kom­men Mi­kro-Pho­to­di­oden zum Ein­satz, die di­rekt auf dem Im­plan­tat lie­gen und die Pho­to­re­zep­to­ren des Au­ges er­setz­ten. Ge­gen­über epi­re­ti­na­len Im­plan­ta­ten bie­tet die­se Me­tho­de ei­nen zen­tra­len Vor­teil: Da die Pho­to­di­oden di­rekt auf dem Au­ge lie­gen, sind Au­gen­be­we­gun­gen mög­lich.

 

Ei­ni­ge Re­ti­na Im­plan­ta­te sind be­reits auf dem Markt er­hält­lich. Das ers­te epi­re­ti­na­le Im­plan­tat na­mens AR­GUS wur­de im Jahr 2002 bei sechs Pa­ti­en­ten in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ein­ge­setzt. Das Nach­fol­ge­mo­dell AR­GUS II ist seit 2011 in Eu­ro­pa zu­ge­las­sen und wird auch in Deutsch­land im­plan­tiert. Im Kli­ni­kum rechts der Isar in Mün­chen wird das AR­GUS II Im­plan­tat zum Bei­spiel durch­schnitt­lich ein­mal im Mo­nat ein­ge­setzt. Die Kos­ten von rund 100.000 Eu­ro (Stand: 2015) über­neh­men die Kran­ken­kas­sen im Rah­men des NUB-Ver­fah­rens (NUB steht für Neue Un­ter­su­chungs- und Be­hand­lungs­me­tho­den). Auch sub­re­ti­na­le Im­plan­ta­te sind in­zwi­schen ver­füg­bar. Das Al­pha AMS Im­plan­tat der Re­ti­na Im­plant AG in Reut­lin­gen wur­de 2017 bei sechs Pa­ti­en­ten ein­ge­setzt.

Die Re­ti­na Im­plan­ta­te wer­den kon­ti­nu­ier­lich ver­bes­sert. Re­ti­na Im­plan­ta­te kön­nen den Pa­ti­en­ten nicht ih­re voll­stän­di­ge Seh­fä­hig­keit zu­rück­ge­ben. Neue­re Mo­del­le er­mög­li­chen es den Pa­ti­en­ten aber zu­min­dest, grö­ße­re Ob­jek­te und Ge­sich­ter zu er­ken­nen. Mit dem AR­GUS II Im­plan­tat konn­ten Pa­ti­en­ten so­gar von Er­fol­gen beim Le­sen von Buch­sta­ben be­rich­ten. Dar­über hin­aus be­schäf­tigt sich die For­schung auch mit Ver­bes­se­run­gen in der En­er­gie­ver­sor­gung. Sub­re­ti­na­le Im­plan­ta­te be­nö­ti­gen bis­her ei­ne ex­ter­ne En­er­gie­ver­sor­gung. Da­zu wird ei­ne Spu­le zur En­er­gie­auf­nah­me un­ter die Haut hin­ter dem Ohr ein­ge­setzt. Wei­ter­ent­wick­lun­gen in der Bat­te­rie­tech­nik könn­ten den Kom­fort der Im­plan­ta­te deut­lich er­hö­hen.

In Deutsch­land sind et­wa 30.000 bis 40.000 Men­schen an Re­t­in­i­tis pig­men­to­sa er­krankt. Die­se Er­krank­ten stel­len bis­her die Haupt­ziel­grup­pe von Re­ti­na Im­plan­ta­ten dar. Bei an­de­ren Er­blin­dungs­ur­sa­chen mit ge­schä­dig­tem Seh­nerv kön­nen die Im­plan­ta­te oft nicht an­ge­wen­det wer­den, da der Seh­nerv in­takt sein muss.

Im­plan­ta­te wer­den bei­spiels­wei­se an­ge­bo­ten von der Re­ti­na Im­plant AG aus Reut­lin­gen oder Se­cond Sight Me­di­cal Pro­ducts aus Ka­li­for­ni­en.

Die teil­wei­se Wie­der­er­lan­gung der Seh­fä­hig­keit stellt ei­ne enor­me Ver­bes­se­rung der Le­bens­qua­li­tät dar.

Ei­ne brei­te­re An­wen­dung der Re­ti­na Im­plan­ta­te wird bis­her noch von den ho­hen Kos­ten ge­hemmt. Des Wei­te­ren tre­ten auch häu­fig Ne­ben­wir­kun­gen, z. B. Ent­zün­dun­gen, auf.

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