Trefferliste

41 Steckbriefe

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Co­ch­lea Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #02
Lab-On-A-Chip
Pro­duk­te #03
Pfle­ge­ro­bo­ter
Steckbrief Produkte #000003

Pfle­ge­ro­bo­ter

Be­schrei­bung

Ro­bo­ter wer­den im­mer be­deu­ten­der für die Pfle­ge. In ei­ni­gen Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen über­neh­men Ro­bo­ter be­reits ein­fa­che und zeit­in­ten­si­ve Auf­ga­ben wie die Nah­rungs- und Me­di­ka­men­ten­ver­tei­lung und ent­las­ten da­mit die Pfle­ge­kräf­te deut­lich. Im Zu­ge des de­mo­gra­fi­schen Wan­dels, der sich in vie­len west­li­chen Län­dern ab­zeich­net, wer­den sol­che Ro­bo­ter in der Zu­kunft wei­ter an Be­deu­tung ge­win­nen. Sie könn­ten da­bei dem dro­hen­den Fach­kräf­te­man­gel im Ge­sund­heits­we­sen ent­ge­gen­wir­ken. Vie­le For­schungs­ein­rich­tun­gen und Ro­bo­tik­un­ter­neh­men ar­bei­ten des­halb in­ten­siv an der Wei­ter­ent­wick­lung der be­stehen­den Tech­no­lo­gi­en. Ei­ne brei­te­re Nut­zung von Ro­bo­tern im Pfle­ge­be­reich wird aber erst ab dem Jahr 2030 er­war­tet.

 

Ein Vor­rei­ter beim Ein­satz von Ro­bo­tern im Be­reich Ge­sund­heit und Pfle­ge ist Ja­pan. Dort ist seit 2015 bei­spiels­wei­se Ro­be­ar im Ein­satz. Ro­be­ar kann mit ei­nem Ta­blet ge­steu­ert wer­den und hebt Pa­ti­en­ten vom Bett in ei­nen Roll­stuhl. Da­bei soll der Bär-ähn­lich ge­stal­te­te Ro­bo­ter dank ver­bes­ser­ter Sen­so­ren schnel­ler und ge­nau­er ar­bei­ten als sei­ne Vor­gän­ger RI­BA und RI­BA-II, die 2009 und 2011 prä­sen­tiert wur­den. Das Fraun­ho­fer-In­sti­tut für Pro­duk­ti­ons­tech­nik und Au­to­ma­ti­sie­rung (IPA) ist in Deutsch­land füh­rend in der For­schung und Ent­wick­lung von Ro­bo­ter­tech­nik im Me­di­zin­be­reich. Der Ser­vice­ro­bo­ter Ca­se­ro 4 ist ein teil­au­to­no­mer Pfle­ge­wa­gen, der das Per­so­nal sta­tio­nä­rer Pfle­ge­ein­rich­tun­gen durch die Be­reit­stel­lung von Pfle­geu­ten­si­li­en un­ter­stützt. Ca­se­ro 4 folgt dem Pfle­ge­per­so­nal wäh­rend der Ar­beit au­to­ma­tisch oder kann durch ein mo­bi­les End­ge­rät „ge­ru­fen“ wer­den. Mit der Tech­no­lo­gie kön­nen auch Do­ku­men­ta­ti­ons­auf­ga­ben, wie das Nach­ver­fol­gen des Ma­te­ri­al­ver­brauchs, er­le­digt wer­den. Der Ser­vice­ro­bo­ter Ca­re-o-bot ist ei­ne wei­te­re Ent­wick­lung des Fraun­ho­fer IPA. Er kann im häus­li­chen Um­feld oder in sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen un­ter­stüt­zen, in­dem er z. B. auf An­for­de­rung selbst­stän­dig Was­ser holt. Auch ein in­no­va­ti­ver Mul­ti­funk­ti­ons­per­so­nen­lif­ter na­mens Ele­von wird am Fraun­ho­fer IPA ent­wi­ckelt. Bis­her wer­den für un­ter­schied­li­che Auf­ga­ben un­ter­schied­li­che Lif­ter­sys­te­me, et­wa Hän­ge-, Gurt- oder Ba­de­lif­ter, ein­ge­setzt. Die­se sind al­ler­dings we­nig be­nut­zer­freund­lich und häu­fig nicht zur ge­wünsch­ten Zeit am Ein­satz­ort ver­füg­bar. Da­her soll der Ele­von Auf­ga­ben ver­ei­nen, die heu­te noch meh­re­re Ein­zel-Lif­ter­sys­te­me über­neh­men.

Neue Pfle­ge­ro­bo­ter be­fin­den sich im Test­sta­di­um und sol­len in den nächs­ten Jah­ren auf den Markt ge­bracht wer­den. Die Ro­bo­tik im Ge­sund­heits­we­sen be­sitzt da­her ein enor­mes Wachs­tums­po­ten­ti­al. Da­bei wird auch der Ein­satz von Ro­bo­tern, die über ein­fa­che Trans­port- und Ser­vice­auf­ga­ben hin­aus­ge­hen, zu­neh­men. Ro­bo­ter und tech­ni­sche As­sis­tenz­sys­te­me wer­den künf­tig ins­be­son­de­re auch „so­zia­le Auf­ga­ben“ über­neh­men. In Ja­pan wird be­reits seit über 20 Jah­ren Pa­ro ver­mark­tet. Der rob­ben­för­mi­ge Ro­bo­ter, der mit ver­schie­de­nen Be­rüh­rungs­sen­so­ren aus­ge­stat­tet ist, re­agiert bei­spiels­wei­se auf Strei­cheln und Be­rüh­run­gen. Die Sen­so­ren des Ro­bo­ters mes­sen Druck, Licht, Akus­tik, Tem­pe­ra­tur und Po­si­ti­on des Ro­bo­ters und er­lau­ben so In­ter­ak­ti­on bei-spiels­wei­se mit de­menz­kran­ken Pa­ti­en­ten.

Un­ter­neh­men, die sich mit Pfle­ge­ro­bo­tern be­fas­sen sind bspw. die Ku­ka AG (Augs­burg), die MLR Sys­tem GmbH (Lud­wigs­burg), Al­de­ba­ran Ro­botics (Pa­ris) oder Bos­ton Dy­na­mics (Ver­ei­nig­te Staa­ten). Da­ne­ben gibt es be­deu­ten­de For­schungs­ein­rich­tun­gen wie et­wa das In­sti­tut für Ro­bo­tik und Me­cha­tro­nik des Deut­schen Luft- und Raum­fahrt­zen­trums (Mün­chen), den Lehr­stuhl für In­for­ma­tik der Uni­ver­si­tät Pas­sau, das In­sti­tut für Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik der Uni­ver­si­tät Bre­men oder das Fraun­ho­fer-In­sti­tut für Pro­duk­ti­ons­tech­nik und Au­to­ma­ti­sie­rung (Stutt­gart).

Das öko­no­mi­sche Po­ten­zi­al der Ro­bo­tik ist im­mens. Schät­zun­gen ge­hen da­von aus, dass die Um­sät­ze mit Ro­bo­tern über die nächs­ten Jah­re wei­ter stei­gen wer­den.

Klein, B., Graf, B., Schlo­mer, I., Roß­berg, H., Röh­richt, K. und Baum­gar­ten, S. (2017). Ro­bo­tik in der Ge­sund­heits­wirt­schaft. Hei­del­berg, Ne­ckar: med­hoch­zwei Ver­lag.

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För­der­mit­tel #04
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