Trefferliste

41 Steckbriefe

Pro­duk­te #01
Co­ch­lea Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #02
Lab-On-A-Chip
Pro­duk­te #03
Pfle­ge­ro­bo­ter
Pro­duk­te #04
Re­ti­na Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #05
Ro­bo­ter
Pro­duk­te #06
Tat­too-Elek­tro­den
Pro­duk­te #07
Weara­bles
Pro­duk­te #08
Me­di­ka­men­te mit Sen­so­rik
Pro­duk­te #09
Ge­sund­heits-Apps
Pro­duk­te #10
Ope­ra­ti­ons­sys­te­me
Pro­duk­te #11
Por­ta­ble DNA-Se­quen­zier­ge­rä­te
Pro­duk­te #12
T-Shirts mit EKG
Tech­no­lo­gi­en #01
Me­di­zi­ni­scher 3D-Druck
Tech­no­lo­gi­en #02
Am­bi­ent As­sis­ted Li­ving
Tech­no­lo­gi­en #03
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #04
Bio­mar­ker
Tech­no­lo­gi­en #05
Ver­mitt­lungs­platt­for­men für Pa­ti­en­ten und Kli­ni­ken
Tech­no­lo­gi­en #06
Elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­te
Tech­no­lo­gi­en #07
Elek­tro­ni­sche Bei­pack­zet­tel
Tech­no­lo­gi­en #08
Ge­nom-Edi­tie­rung mit CRIS­PR/Cas9
Tech­no­lo­gi­en #09
Me­di­cal Da­ta Space
Tech­no­lo­gi­en #10
Me­di­zin­tech­nik
Steckbrief Technologien #000010

Me­di­zin­tech­nik

Be­schrei­bung

Die Me­di­zin­tech­nik setzt sich als Fach­rich­tung haupt­säch­lich mit der Her­stel­lung und An­wen­dung me­di­zi­ni­scher Ge­rä­te, Pro­duk­te und Ver­fah­ren für die Prä­ven­ti­on, Dia­gnos­tik und The­ra­pie von Krank­hei­ten aus­ein­an­der. Die Me­di­zin­tech­nik stellt klas­si­scher­wei­se die Schnitt­stel­le zwi­schen den In­ge­nieurs­wis­sen­schaf­ten und der Me­di­zin dar, aber auch an­de­re Dis­zi­pli­nen wie die Phy­sik oder die Che­mie sind zen­tral für die For­schung in die­sem Be­reich. Die Mul­ti­dis­zi­pli­na­ri­tät hat über die letz­ten Jahr­zehn­te noch­mals zu­ge­nom­men. Fort­schrit­te in der Na­no­tech­no­lo­gie oder der Ro­bo­tik sorg­ten da­für, dass Fach­rich­tun­gen wie der Quan­ten­phy­sik oder der In­for­ma­tik heut­zu­ta­ge ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Her­stel­lung von vie­len me­di­zi­ni­schen Pro­duk­ten zu­kommt.

Zur Me­di­zin­tech­nik zäh­len vie­le ver­schie­de­ne Spar­ten, die oft nur schwer von­ein­an­der ab­grenz­bar sind. Die Her­stel­lung, Re­pa­ra­tur und War­tung von me­di­zi­ni­schen Ge­rä­ten und Pro­duk­ten in­ner­halb des Kran­ken­hau­ses zählt zur Kran­ken­haus­tech­nik (engl.: cli­ni­cal en­gi­nee­ring). Zu die­sem Be­reich ge­hö­ren ne­ben den im Kran­ken­hausall­tag häu­fig ver­wen­de­ten Un­ter­su­chungs- und Mess­in­stru­men­ten auch spe­zia­li­sier­te Pro­duk­te wie me­di­zi­ni­scher Ro­bo­ter. Ope­ra­ti­ons­ro­bo­ter kön­nen heut­zu­ta­ge chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe sehr viel prä­zi­ser durch­füh­ren als dies per Hand mög­lich ist. Dar­über hin­aus kön­nen Ro­bo­ter auch in an­de­ren Be­rei­chen des Kran­ken­hausall­ta­ges ein­ge­setzt wer­den. Teil­au­to­no­me Pfle­ge­wa­gen ent­las­ten das Per­so­nal bei ein­fa­chen und mo­no­to­nen Auf­ga­ben wie dem Trans­port von Wa­ren, oder der Es­sens- und Me­di­ka­men­ten­ver­tei­lung. Auch zur ro­bo­ti­schen Me­di­zin­tech­nik ge­zählt wer­den Exo­s­ke­let­te, die bspw. Quer­schnitts­ge­lähm­ten das Ge­hen er­mög­li­chen kön­nen. Sie sind zwar be­reits tech­nisch aus­ge­reift, aber ak­tu­ell noch sehr teu­er. Ei­ne wei­te­re Spar­te der Me­di­zin­tech­nik hat sich auf die Her­stel­lung von Ge­rä­ten für die bild­ge­ben­de Dia­gnos­tik spe­zia­li­siert. Die Her­stel­lung und An­wen­dung von Rönt­gen- oder Ul­tra­schall­ge­rä­ten zählt eben­so zu dem Be­reich wie auch die Com­pu­ter­to­mo­gra­phie (CT) oder die Ma­gnet­re­so­nanz­to­mo­gra­phie (MRT). Dar­über hin­aus ge­hört auch die Her­stel­lung ei­ner Viel­zahl an­de­rer me­di­zi­ni­scher Pro­duk­te, wie bei­spiels­wei­se Im­plan­ta­te oder Hör­ge­rä­te zur Me­di­zin­tech­nik. In letz­ter Zeit wer­den sol­che Pro­duk­te zu­neh­mend von 3D-Dru­ckern her­ge­stellt. Auch die me­di­zi­ni­sche In­for­ma­tik wird oft als Spar­te zur Me­di­zin­tech­nik ge­zählt.

Die Me­di­zin­tech­nik ist ei­ne enorm for­schungs­in­ten­si­ve Bran­che, in der kon­ti­nu­ier­lich neue Tech­no­lo­gi­en zur An­wen­dung kom­men. Zu­letzt stieg die Be­deu­tung der mul­ti­dis­zi­pli­nä­ren For­schung in Be­rei­chen wie der Na­no­tech­no­lo­gie. In der bild­ge­ben­den Dia­gnos­tik konn­ten be­reits ers­te Er­fol­ge mit der Ver­wen­dung von spe­zi­el­len Na­no­par­ti­keln als Kon­trast­mit­tel er­zielt wer­den. Dar­über hin­aus er­mög­licht der Ein­satz von Na­no­tech­no­lo­gie bei der Com­pu­ter­to­mo­gra­phie das Er­stel­len hoch­auf­ge­lös­ter drei­di­men­sio­na­ler Bil­der. Ein an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen ent­wi­ckel­tes Na­no-CT-Sys­tem be­fin­det sich ak­tu­ell im Pra­xis­test und er­reicht fast die Auf­lö­sung ei­nes Elek­tro­nen­mi­kro­skops. Die Na­no­tech­no­lo­gie kann auch bei der Her­stel­lung von an­de­ren me­di­zi­ni­schen Pro­duk­ten wie Im­plan­ta­ten ver­wen­det wer­den. Na­no­be­schich­te­te Im­plan­ta­te sind sta­bi­ler, här­ter und halt­ba­rer als bis­he­ri­ge Im­plan­ta­te, und be­sit­zen dar­über hin­aus auch ein ge­rin­ges Ab­stoß­ri­si­ko. Die Ver­wen­dung von Na­no­struk­tu­ren als Werk­stoff für den 3D-Dru­cker könn­te bei­spiels­wei­se die Her­stel­lung win­zi­ger Bat­te­ri­en er­mög­li­chen, die in Herz­schritt­ma­chern oder in Hör­ge­rä­ten ein­ge­baut wer­den kön­nen. Auch neue Ent­wick­lun­gen in der Ro­bo­tik wer­den die Me­di­zin­tech­nik der Zu­kunft prä­gen.

Ak­teu­re in an­de­ren Bran­chen, et­wa ITK oder Ma­schi­nen­bau, For­schungs­ein­rich­tun­gen, Un­ter­neh­men, Kran­ken­häu­ser.

Die Band­brei­te der Me­di­zin­tech­nik-An­bie­ter reicht von gro­ßen Kon­zer­nen wie Sie­mens Healt­hineers und Fre­se­ni­us Me­di­cal Ca­re bis hin zu Star­tups wie z. B. Glas­schair, So­nor­med, Fran­ka Emi­ka oder Brain­lab.

Die pro­dukt­sei­ti­ge For­schung wird meist von den Her­stel­lern der Bran­che über­nom­men. Die Grund­la­gen­for­schung (bei­spiels­wei­se zu Na­no­tech­no­lo­gie oder Ro­bo­tik) er­folgt hin­ge­gen meist in uni­ver­si­tä­ren oder in­sti­tu­tio­nel­len Ein­rich­tun­gen. Dar­über hin­aus spie­len auch För­der­pro­gram­me der EU, der Bun­des­län­der oder der Bun­des­re­gie­rung ei­ne zen­tra­le Rol­le als For­schungs­trei­ber. 

Laut ei­ner Mit­glie­der­um­fra­ge des Bran­chen­ver­ban­des Me­di­zin­tech­no­lo­gie im Jahr 2016 sind die größ­ten Hemm­nis­se für die Bran­che der Preis­druck, der von Ein­kaufs­ge­mein­schaf­ten aus­geht und auch die als in­no­va­ti­ons­feind­lich wahr­ge­nom­me­nen Ein­stel­lun­gen sei­tens der Kran­ken­kas­sen. Dar­über hin­aus stellt die ho­he Re­gu­lie­rungs­dich­te auf dem Markt für me­di­zi­ni­sche Pro­duk­te auf na­tio­na­ler wie auch auf EU-Ebe­ne ein Hemm­nis für vie­le Un­ter­neh­men der Bran­che dar.

Deutsch­land ist nach den USA und Chi­na der dritt­größ­te Pro­du­zent von me­di­zin­tech­ni­schen Pro­duk­ten. Die deut­sche In­dus­trie für Me­di­zin­tech­nik er­ziel­te im Jahr 2017 ei­nen welt­wei­ten Um­satz von fast 30 Mil­li­ar­den Eu­ro. Gut zwei Drit­tel die­ses Um­sat­zes wur­den im Aus­land er­zielt. Mit rund 30.000 Be­schäf­tig­ten hat die bay­ri­sche Me­di­zin­tech­nik­in­dus­trie ei­ne Füh­rungs­rol­le in Deutsch­land und Eu­ro­pa.

Klein, B., Graf, B., Schlö­mer, I., Roß­berg, H., Röh­richt, K. und Baum­gar­ten, S. (2017). Ro­bo­tik in der Ge­sund­heits­wirt­schaft. Hei­del­berg, Ne­ckar: med­hoch­zwei Ver­lag.

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mHe­alth-An­wen­dun­gen
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