Trefferliste

41 Steckbriefe

Pro­duk­te #01
Co­ch­lea Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #02
Lab-On-A-Chip
Pro­duk­te #03
Pfle­ge­ro­bo­ter
Pro­duk­te #04
Re­ti­na Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #05
Ro­bo­ter
Pro­duk­te #06
Tat­too-Elek­tro­den
Pro­duk­te #07
Weara­bles
Pro­duk­te #08
Me­di­ka­men­te mit Sen­so­rik
Pro­duk­te #09
Ge­sund­heits-Apps
Pro­duk­te #10
Ope­ra­ti­ons­sys­te­me
Pro­duk­te #11
Por­ta­ble DNA-Se­quen­zier­ge­rä­te
Pro­duk­te #12
T-Shirts mit EKG
Tech­no­lo­gi­en #01
Me­di­zi­ni­scher 3D-Druck
Tech­no­lo­gi­en #02
Am­bi­ent As­sis­ted Li­ving
Tech­no­lo­gi­en #03
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #04
Bio­mar­ker
Tech­no­lo­gi­en #05
Ver­mitt­lungs­platt­for­men für Pa­ti­en­ten und Kli­ni­ken
Tech­no­lo­gi­en #06
Elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­te
Tech­no­lo­gi­en #07
Elek­tro­ni­sche Bei­pack­zet­tel
Tech­no­lo­gi­en #08
Ge­nom-Edi­tie­rung mit CRIS­PR/Cas9
Steckbrief Technologien #000008

Ge­nom-Edi­tie­rung mit CRIS­PR/Cas9

Be­schrei­bung

Die Mög­lich­keit, durch die Nut­zung von Nu­klea­sen Ge­ne ei­ner Zel­le oder ei­nes gan­zen Or­ga­nis­mus zu ver­än­dern, zu ent­fer­nen oder neue Ge­ne hin­zu­zu­fü­gen, wird als Ge­nom-Edi­tie­rung be­zeich­net. Da­für ein­ge­setz­te Tech­no­lo­gi­en sind un­ter an­de­rem Ho­m­ing-En­do­nu­klea­sen, Zink­fin­ger­nu­klea­sen (ZFN), Tran­skrip­ti­ons­ak­ti­va­to­r­ähn­li­che Ef­fek­tor-Nu­klea­sen (TA­LEN) so­wie RNA-ge­lei­te­te Nu­klea­se­sys­te­me wie CRIS­PR/Cas9. Prin­zi­pi­ell kann je­der DNA-Strang an ei­ner be­lie­bi­gen Stel­le durch­trennt und an­schlie­ßend re­pa­riert wer­den. Bei ei­ner Ge­nom-Edi­tie­rung wird dies ge­zielt her­bei­ge­führt, ist vom Ab­lauf aber iden­tisch mit ei­ner na­tür­li­chen Mu­ta­ti­on. CRIS­PR/Cas9 ist das neu­es­te Ver­fah­ren der Ge­nom-Edi­tie­rung. Im Ver­gleich zu an­de­ren Ver­fah­ren ist die Me­tho­de schnel­ler, kos­ten­güns­ti­ger und prä­zi­ser. Un­be­ab­sich­tig­te Schnit­te im DNA-Strang au­ßer­halb der Ziel­re­gi­on kön­nen weit­ge­hend ver­mie­den wer­den. Zu­dem kön­nen mit CRIS­PR/Cas9 meh­re­re Ge­nom­ver­än­de­run­gen gleich­zei­tig durch­ge­führt wer­den. CRIS­PR/Cas9 wur­de bis­her nur zu­rück­hal­tend prak­tisch an­ge­wandt, da die Me­tho­de nicht ri­si­ko­frei ist und über die lang­fris­ti­gen Wir­kun­gen von her­bei­ge­führ­ten Ge­nom-Ver­än­de­run­gen noch zu we­nig be­kannt ist. Es be­stehen al­ler­dings Ein­satz­mög­lich­kei­ten in der Tier- und Pflan­zen­zucht und per­spek­ti­visch in der Hu­man­me­di­zin.

Die theo­re­ti­schen An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten der Ge­nom-Edi­tie­rung sind breit ge­fä­chert. Ins­be­son­de­re Erb­krank­hei­ten könn­ten durch die ge­ziel­te Ver­än­de­rung von Ge­nen ge­heilt wer­den, prin­zi­pi­ell be­stehen aber An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten bei na­he­zu al­len Krank­hei­ten. In der Theo­rie könn­te die Gen-Edi­tie­rung al­so zur The­ra­pie von ver­schie­dens­ten Krebs­ar­ten aber auch zur Be­hand­lung von In­fek­ti­ons­krank­hei­ten wie Ma­la­ria ge­nutzt wer­den. Die po­ten­zi­el­le An­wen­dung der Ge­nom-Edi­tie­rung ins­be­son­de­re an Em­bryo­nen öff­net da­bei Fra­gen im bio­ethi­schen Be­reich.

CRIS­PR/Cas9 wur­de be­reits ei­ni­ge Ma­le in kli­ni­schen Stu­di­en in vi­vo an­ge­wen­det. Chi­na hat sich als ein Vor­rei­ter der prak­ti­schen An­wen­dung eta­bliert. Dort wur­den schon mehr als 200 Krebs­pa­ti­en­ten mit dem neu­en Gen-Edi­tie­rungs­ver­fah­ren be­han­delt, die Er­geb­nis­se die­ser Stu­di­en wur­den al­ler­dings noch nicht ver­öf­fent­licht. In den nächs­ten Jah­ren sind auch ers­te kli­ni­sche Stu­di­en in Eu­ro­pa und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ge­plant. An der Uni­ver­si­ty of Ca­li­for­nia, Ber­kley wur­de kürz­lich ei­ne The­ra­pie­mög­lich­keit für die erb­li­che Si­chel­zel­len­an­ämie vor­ge­stellt, die auf ei­ner Ver­än­de­rung der be­trof­fe­nen Ge­ne mit der CRIS­PR/Cas-Me­tho­de ba­siert. Ei­ne kli­ni­sche Stu­die die­ser The­ra­pie soll noch im Jahr 2018 in den USA an­lau­fen.

Grund­la­gen­for­schung mit CRIS­PR/Cas9 fin­det bis­her vor­wie­gend an in­sti­tu­tio­nel­len und uni­ver­si­tä­ren For­schungs­ein­rich­tun­gen in Chi­na oder im an­gel­säch­si­schen Raum statt. Zu­dem be­schäf­ti­gen sich auch ei­ni­ge pri­va­te Un­ter­neh­men mit dem Po­ten­zi­al, das von der Gen-Edi­tie­rung aus­geht.

Es sind nicht nur tech­no­lo­gi­sche Hin­der­nis­se, die die For­schung in die­sem Be­reich hem­men, son­dern auch ethi­schen Fra­gen, die be­reits durch die Gen­ma­ni­pu­lie­rung auf­ge­kom­men sind, und die jetzt durch die schnel­le­re, prä­zi­se­re und kos­ten­güns­ti­ge­re An­wen­dung, die CRIS­PR/Cas9 er­mög­licht, noch­mals ver­stärkt wer­den.

Tech­no­lo­gi­en #09
Me­di­cal Da­ta Space
Tech­no­lo­gi­en #10
Me­di­zin­tech­nik
Tech­no­lo­gi­en #11
mHe­alth-An­wen­dun­gen
Tech­no­lo­gi­en #12
Mi­kro­phy­sio­lo­gi­sche Sys­te­me
Tech­no­lo­gi­en #13
mo­no­k­lo­na­le An­ti­kör­per
Tech­no­lo­gi­en #14
Na­no­tech­no­lo­gie
Tech­no­lo­gi­en #15
P4-Me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #16
Pro­to­nen­the­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #17
se­cur­Ph­arm e. V.
Tech­no­lo­gi­en #18
Te­le­me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #19
Ther­a­nos­ti­sche Im­plan­ta­te
Tech­no­lo­gi­en #20
Ver­mitt­lungs­platt­for­men in der Pfle­ge
Tech­no­lo­gi­en #21
Trans­port­box für Me­di­ka­men­te
Tech­no­lo­gi­en #22
Hoch­durch­satz-Se­quen­zier­ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #23
Bio­tech
Tech­no­lo­gi­en #24
CAR-T-Zell-The­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #25
Dia­gno­se mit DVD-Tech­no­lo­gie
För­der­mit­tel #01
EXIST
För­der­mit­tel #02
High-Tech Grün­der­fonds (HTGF)
För­der­mit­tel #03
IN­VEST
För­der­mit­tel #04
Wachs­tums­fonds Bay­ern