Trefferliste

41 Steckbriefe

Pro­duk­te #01
Co­ch­lea Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #02
Lab-On-A-Chip
Pro­duk­te #03
Pfle­ge­ro­bo­ter
Pro­duk­te #04
Re­ti­na Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #05
Ro­bo­ter
Pro­duk­te #06
Tat­too-Elek­tro­den
Pro­duk­te #07
Weara­bles
Pro­duk­te #08
Me­di­ka­men­te mit Sen­so­rik
Pro­duk­te #09
Ge­sund­heits-Apps
Pro­duk­te #10
Ope­ra­ti­ons­sys­te­me
Pro­duk­te #11
Por­ta­ble DNA-Se­quen­zier­ge­rä­te
Pro­duk­te #12
T-Shirts mit EKG
Tech­no­lo­gi­en #01
Me­di­zi­ni­scher 3D-Druck
Tech­no­lo­gi­en #02
Am­bi­ent As­sis­ted Li­ving
Tech­no­lo­gi­en #03
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #04
Bio­mar­ker
Tech­no­lo­gi­en #05
Ver­mitt­lungs­platt­for­men für Pa­ti­en­ten und Kli­ni­ken
Tech­no­lo­gi­en #06
Elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­te
Steckbrief Technologien #000006

Elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­te

Be­schrei­bung

Bei der elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­ak­te han­delt es sich um ei­ne (lan­des­wei­te) sek­tor- und fall­über­grei­fen­de Da­ten­bank, in wel­che Arzt­pra­xen, Kli­ni­ken und an­de­re Ein­rich­tun­gen des Ge­sund­heits­we­sens (z. B. Apo­the­ken und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen) re­le­van­te me­di­zi­ni­sche Da­ten pa­ti­en­ten­be­zo­gen ein­pfle­gen kön­nen. Die ein­ge­ge­be­nen In­for­ma­tio­nen kön­nen sich u. a. auf die Kran­ken­ge­schich­te, Be­fun­de und Me­di­ka­ti­on ei­nes Pa­ti­en­ten be­zie­hen. Zu­griff auf die Da­ten hat grund­sätz­lich das ge­sam­te Be­hand­lungs­team des Pa­ti­en­ten, so­fern die­ser dies au­to­ri­siert hat. Der Vor­teil elek­tro­ni­scher Pa­ti­en­ten­ak­ten be­steht ins­be­son­de­re dar­in, dass durch den ver­bes­ser­ten In­for­ma­ti­ons­fluss zwi­schen den re­le­van­ten ärzt­li­chen und nicht­ärzt­li­chen Ak­teu­ren Be­hand­lungs­feh­ler mi­ni­miert wer­den kön­nen. Da­durch kön­nen ins­ge­samt die Ef­fek­ti­vi­tät, die Ef­fi­zi­enz und die Qua­li­tät der me­di­zi­ni­schen Ver­sor­gung ver­bes­sert wer­den. Pa­ti­en­ten kön­nen über­dies leich­ter auf ih­re me­di­zi­ni­schen Da­ten zu­grei­fen und sich ge­nau­er über ih­re Dia­gno­se, The­ra­pie und Be­hand­lungs­er­geb­nis­se in­for­mie­ren. Da­ne­ben kön­nen die (an­ony­mi­sier­ten) Da­ten auch für For­schungs­zwe­cke ge­nutzt wer­den.

Elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­ten wer­den all­mäh­lich in im­mer mehr Län­dern eta­bliert. In Est­land wer­den z. B. seit 2013 pa­ti­en­ten­be­zo­ge­ne In­for­ma­tio­nen zu Arzt­be­su­chen, Be­fun­den und Me­di­ka­men­ten in ei­ner lan­des­weit ein­heit­li­chen elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­ak­te ge­spei­chert. Zu­griff auf die Ak­ten ha­ben Arzt­pra­xen und Kli­ni­ken, die vom je­wei­li­gen Pa­ti­en­ten da­für au­to­ri­siert wur­den. Um­ge­setzt wird das elek­tro­ni­sche Ak­ten­sys­tem mit­tels ei­nes web­ba­sier­ten, ver­schlüs­sel­ten Por­tals; die Spei­che­rung der Da­ten er­folgt zen­tral. Ne­ben Est­land ha­ben in Eu­ro­pa u. a. auch Dä­ne­mark, Schwe­den und Ös­ter­reich die elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­te als fes­ten Be­stand­teil ih­rer na­tio­na­len E-Health-Stra­te­gie eta­bliert. Auf glo­ba­ler Ebe­ne ist Is­ra­el ei­ner der Vor­rei­ter bei der elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­ak­te. Be­reits An­fang der 1990er Jah­re be­gann dort ein gro­ßer Ver­sor­gungs­trä­ger mit dem Auf­bau ei­nes über­grei­fen­den elek­tro­ni­schen Ak­ten­sys­tems. Mitt­ler­wei­le kön­nen die pa­ti­en­ten­be­zo­ge­nen Da­ten, die auch zur Ver­sor­gungs­for­schung ge­nutzt wer­den, per Ta­blet oder Smart­pho­ne auch von den Pa­ti­en­ten ein­ge­se­hen wer­den. In Deutsch­land wird die Ein­füh­rung ei­ner bun­des­wei­ten elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­ak­te be­reits seit Län­ge­rem dis­ku­tiert. Die Um­set­zung läuft bis­her je­doch schlep­pend. Der Ko­ali­ti­ons­ver­trag der neu­en Bun­des­re­gie­rung sieht die Ein­füh­rung ei­ner di­gi­ta­len Pa­ti­en­ten­ak­te auf Bun­des­ebe­ne erst bis 2021 vor. An­ge­sichts die­ser Ent­wick­lung ent­schei­den sich zu­neh­mend ein­zel­ne Ak­teu­re des Ge­sund­heits­we­sens – dar­un­ter pri­va­te Kli­nik­ket­ten so­wie Kran­ken­kas­sen – da­zu, ei­ge­ne elek­tro­ni­sche Ak­ten­sys­te­me ein­zu­füh­ren, um da­mit pa­ti­en­ten­be­zo­ge­ne Da­ten zen­tral und di­gi­tal zu er­fas­sen und aus­zu­tau­schen. Die Ein­füh­rung ei­ner kas­sen­über­grei­fen­den elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­ak­te wird ge­gen­wär­tig in Bay­ern im Rah­men ei­nes Mo­dell­pro­jekts er­probt. In der elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­ak­te „Mei­ne Ge­sund­heits­ak­te Di­gi­tal“ wer­den u. a. Not­fall­da­ten, Mut­ter­pass, In­for­ma­tio­nen aus Fit­ness­arm­bän­dern und Kran­ken­häu­sern ge­spei­chert.

Bei der Ein­füh­rung und Nut­zung elek­tro­ni­scher Pa­ti­en­ten­ak­ten sind ins­be­son­de­re Leis­tungs­er­brin­ger (Arzt­pra­xen, Kli­ni­ken und an­de­re Ge­sund­heits­ein­rich­tun­gen), Pa­ti­en­ten, Kran­ken­kas­sen, IT-Dienst­leis­ter und die For­schung die ent­schei­den­den Ak­teu­re.

Ko­ope­ra­ti­ons­po­ten­zia­le be­stehen zwi­schen Kran­ken­kas­sen, Leis­tungs­er­brin­gern und IT-Dienst­leis­tern.

Elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­ten wer­den un­ter an­de­rem ent­wi­ckelt von Un­ter­neh­men wie Ca­re­on, Com­pu­g­roup, IBM, In­ter­Sys­tems oder vi­ta­book.

Um­fra­gen zei­gen ein in wei­ten Tei­len der Be­völ­ke­rung be­stehen­des In­ter­es­se an der Nut­zung ei­ner elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­ak­te. Im so­ge­nann­ten E-Health-Ge­setz, das En­de 2015 ver­ab­schie­det wur­de, wur­de die elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­te als we­sent­li­ches Ele­ment der Te­le­ma­tik­in­fra­struk­tur ver­an­kert.

In Deutsch­land gibt es bis­her kei­ne ein­deu­ti­ge Stra­te­gie zur flä­chen­de­cken­den Eta­blie­rung von elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­ak­ten. Her­aus­for­de­run­gen be­stehen u. a. bei der Fest­le­gung der In­hal­te der Ak­te, des Da­ten­schut­zes, des Zu­gangs­ma­nage­ments, der Haf­tung, der In­ter­ope­ra­bi­li­täts­stan­dards und der Fi­nan­zie­rung. So­fern die Pa­ti­en­ten selbst ent­schei­den, wel­che ih­rer Da­ten in der elek­tro­ni­schen Ak­te ge­spei­chert wer­den bzw. wel­che Ak­teu­re Zu­griff auf die Da­ten ha­ben, gibt es für die ärzt­li­chen und nicht­ärzt­li­chen Ak­teu­re des Ge­sund­heits­we­sens kei­ne Ga­ran­tie auf Voll­stän­dig­keit. Im Zwei­fels­fall müs­sen die er­for­der­li­chen In­for­ma­tio­nen auf her­kömm­li­chem Weg be­schafft wer­den, wo­durch kei­ne Ar­beits­zeit ein­ge­spart wer­den kann.

Kos­ten­er­spar­nis­se bzw. Ef­fi­zi­enz­ge­win­ne er­ge­ben sich durch die Ver­mei­dung von Dop­pel­be­hand­lun­gen und durch die elek­tro­ni­sche Aus­stel­lung von Re­zep­ten, Arzt­brie­fen und Über­wei­sun­gen.

Tech­no­lo­gi­en #07
Elek­tro­ni­sche Bei­pack­zet­tel
Tech­no­lo­gi­en #08
Ge­nom-Edi­tie­rung mit CRIS­PR/Cas9
Tech­no­lo­gi­en #09
Me­di­cal Da­ta Space
Tech­no­lo­gi­en #10
Me­di­zin­tech­nik
Tech­no­lo­gi­en #11
mHe­alth-An­wen­dun­gen
Tech­no­lo­gi­en #12
Mi­kro­phy­sio­lo­gi­sche Sys­te­me
Tech­no­lo­gi­en #13
mo­no­k­lo­na­le An­ti­kör­per
Tech­no­lo­gi­en #14
Na­no­tech­no­lo­gie
Tech­no­lo­gi­en #15
P4-Me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #16
Pro­to­nen­the­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #17
se­cur­Ph­arm e. V.
Tech­no­lo­gi­en #18
Te­le­me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #19
Ther­a­nos­ti­sche Im­plan­ta­te
Tech­no­lo­gi­en #20
Ver­mitt­lungs­platt­for­men in der Pfle­ge
Tech­no­lo­gi­en #21
Trans­port­box für Me­di­ka­men­te
Tech­no­lo­gi­en #22
Hoch­durch­satz-Se­quen­zier­ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #23
Bio­tech
Tech­no­lo­gi­en #24
CAR-T-Zell-The­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #25
Dia­gno­se mit DVD-Tech­no­lo­gie
För­der­mit­tel #01
EXIST
För­der­mit­tel #02
High-Tech Grün­der­fonds (HTGF)
För­der­mit­tel #03
IN­VEST
För­der­mit­tel #04
Wachs­tums­fonds Bay­ern