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41 Steckbriefe

Pro­duk­te #01
Co­ch­lea Im­plan­ta­te
Steckbrief Produkte #000001

Co­ch­lea Im­plan­ta­te

Be­schrei­bung

Co­ch­lea Im­plan­ta­te wer­den seit den 1980er Jah­ren er­folg­reich zur The­ra­pie­rung von Ge­hör­lo­sig­keit ein­ge­setzt. Ein Co­ch­lea Im­plan­tat ist ein elek­tro­ni­sches me­di­zin­tech­ni­sches Ge­rät, das die Funk­ti­on der be­schä­dig­ten Hör­schne­cke, der Co­ch­lea, über­nimmt. Im Un­ter­schied zu Hör­ge­rä­ten, die nur die Laut­stär­ke von Ge­räu­schen er­hö­hen, über­neh­men Co­ch­lea Im­plan­ta­te die ge­sam­te Funk­ti­on der be­schä­dig­ten Tei­le des In­nen­ohrs. Ein Sound­pro­zes­sor, der hin­ter dem Ohr des Pa­ti­en­ten ge­tra­gen wird, nimmt die Ge­räu­sche aus der Um­ge­bung auf, co­diert die­se und über­mit­telt sie an das Im­plan­tat un­ter der Haut. Die Elek­tro­den des Im­plan­tats sti­mu­lie­ren dar­auf­hin den Hör­nerv, der den Im­puls an das Ge­hirn wei­ter­lei­tet.

 

Co­ch­lea Im­plan­ta­te kön­nen bei an­ge­bo­re­ner Ge­hör­lo­sig­keit ein­ge­setzt wer­den. Wenn ei­ne Im­plan­ta­ti­on im Klein­kind­al­ter (am bes­ten vor dem Al­ter von zwei Jah­ren) er­folgt, kann ei­ne an­nä­hernd na­tür­li­che Sprach­ent­wick­lung er­reicht wer­den. Auch Er­wach­se­ne, die ge­ra­de erst er­taubt sind, las­sen sich gut mit ei­nem Co­ch­lea Im­plan­tat be­han­deln. Sie kön­nen nach der Im­plan­ta­ti­on oft schnell an ihr vor­he­ri­ges Sprach­ver­mö­gen an­knüp­fen. Bei Er­wach­se­nen, die von Ge­burt an Ge­hör­los sind, stellt sich auch mit ei­nem Co­ch­lea Im­plan­tat meist kei­ne er­folg­rei­che Spra­chen­wick­lung ein.

Für Schwer­hö­ri­ge, die noch ei­nen Rest an Hör­ver­mö­gen be­sit­zen, kam die An­wen­dung bis­her nicht in Fra­ge, da ei­ne Im­plan­ta­ti­on in der Hör­schne­cke das Rest­hör­ver­mö­gen zer­stö­ren wür­de. Für die­se Pa­ti­en­ten­grup­pe wer­den nun Mo­del­le ent­wi­ckelt, die ein her­kömm­li­ches Im­plan­tat mit ei­ner spe­zi­el­len Elek­tro­de, wel­che den Er­halt des Rest­ge­hörs im Tief­ton­be­reich er­mög­licht, kom­bi­nie­ren. Neu­ar­ti­ge Co­ch­lea Im­plan­ta­te ba­sie­ren auf steu­er­ba­ren Elek­tro­den, die sich be­rüh­rungs­frei und da­mit ri­si­ko­los in die spi­ral­för­mig ge­wun­de­ne Co­ch­lea ein­füh­ren las­sen, da sie ei­ne in­te­grier­te Mi­kro­ak­to­rik be­sit­zen. Das be­deu­tet, dass die Elek­tro­den des Co­ch­lea Im­plan­tats mit­hil­fe ei­nes Form­ge­dächt­nis­werk­stof­fes in ei­nem ro­bo­ter­ge­stütz­ten Ope­ra­ti­ons­vor­gang in­di­vi­du­ell an die Hör­schne­cke des Pa­ti­en­ten an­ge­passt wer­den, so­dass das rest­li­che Hör­ver­mö­gen er­hal­ten bleibt. Nach der Im­plan­ta­ti­on wird der Hör­nerv so­wohl akus­tisch (durch das Rest­ge­hör) als auch elek­trisch (durch das Im­plan­tat) sti­mu­liert. Co­ch­lea Im­plan­ta­te wer­den lau­fend wei­ter­ent­wi­ckelt, um dem na­tür­li­chen Hör­emp­fin­den im­mer nä­her zu kom­men und ein mög­lichst brei­tes Spek­trum an Ge­räu­schen ab­zu­de­cken. Ak­tu­ell wer­den Mi­kro­fo­ne ent­wi­ckelt, die nicht mehr per­ma­nent di­rekt am Ohr ge­tra­gen wer­den müs­sen, son­dern auch über Dis­tan­zen von bis zu 25 Me­tern ka­bel­los ein­ge­setzt wer­den kön­nen und so­gar an an­de­re elek­tro­ni­sche Ge­rä­te wie Com­pu­ter, Fern­se­her oder Mu­sik­an­la­gen an­ge­schlos­sen wer­den kön­nen.

Wich­tigs­te Ak­teu­re in der Wei­ter­ent­wick­lung von Co­ch­lea Im­plan­ta­ten sind uni­ver­si­tä­re und au­ßer-uni­ver­si­tä­re For­schungs­ein­rich­tun­gen und pri­va­te Me­di­zin­tech­nik­un­ter­neh­men. Durch die neu­es­ten Wei­ter­ent­wick­lun­gen kön­nen zu­dem wei­te­re Pa­ti­en­ten­grup­pen, wie Al­ters­schwer­hö­ri­ge von den Im­plan­ta­ten pro­fi­tie­ren.

Die Wei­ter­ent­wick­lung der Tech­no­lo­gie er­for­dert be­son­ders die Ko­ope­ra­ti­on mit der Sen­so­rik- und Ak­to­rik­bran­che.

In­no­va­ti­ve Co­ch­lea Im­plan­ta­te wer­den bei­spiels­wei­se an­ge­bo­ten von der Co­ch­le­ar GmbH aus Han­no­ver. Bei der Wei­ter­ent­wick­lung der Im­plan­ta­te spie­len auch For­schungs­ein­rich­tun­gen wie das In­sti­tut für Me­cha­tro­ni­sche Sys­te­me der Leib­niz-Uni­ver­si­tät Han­no­ver, die Me­di­zi­ni­sche Hoch­schu­le Han­no­ver, das Hör­im­plan­tat-Zen­trum der Hals-Na­sen-Oh­ren­kli­nik des Kli­ni­kums rechts der Isar in Mün­chen oder das Fraun­ho­fer-In­sti­tut für Bio­me­di­zi­ni­sche Tech­nik IBMT in Ber­lin ein wich­ti­ge Rol­le.

For­schungs­ak­ti­vi­tä­ten im Be­reich der Na­no­bio­tech­no­lo­gie sind ge­ne­rell von gro­ßer Be­deu­tung für die Wei­ter­ent­wick­lung der Im­plan­tat-Tech­no­lo­gie. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung för­dert die For­schung bei­spiels­wei­se mit dem „In­no­va­ti­ons­clus­ter IN­TAKT“, der Wis­sen­schaft, Kli­ni­ken und Un­ter­neh­men zu­sam­men­brin­gen soll und ein För­der­vo­lu­men von rund 14 Mio. Eu­ro hat. Der de­mo­gra­fi­sche Wan­del er­höht die Nach­fra­ge nach neu­en The­ra­pie­me­tho­den zur Schwer­hö­rig­keit zu­sätz­lich.

Ho­he Be­hand­lungs­kos­ten und ho­he re­gu­la­to­ri­sche Hür­den vor der Zu­las­sung als kli­ni­sche An­wen­dung stel­len Hemm­nis­se für die Eta­blie­rung der Tech­no­lo­gie in der Brei­te dar.

Der jähr­li­che glo­ba­le Um­satz die­ser Tech­no­lo­gie be­trägt rund 280 Mio. US-Dol­lar. Kom­ple­xe­re Co­ch­lea Im­plan­ta­te hin­ge­gen be­fin­den sich noch im Ent­wick­lungs­sta­di­um. Durch die Al­te­rung der Be­völ­ke­rung in Deutsch­land und vie­len wei­te­ren Staa­ten er­gibt sich Po­ten­ti­al für die Ver­grö­ße­rung des Mark­tes.

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