Trefferliste

41 Steckbriefe

Pro­duk­te #01
Co­ch­lea Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #02
Lab-On-A-Chip
Pro­duk­te #03
Pfle­ge­ro­bo­ter
Pro­duk­te #04
Re­ti­na Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #05
Ro­bo­ter
Pro­duk­te #06
Tat­too-Elek­tro­den
Pro­duk­te #07
Weara­bles
Pro­duk­te #08
Me­di­ka­men­te mit Sen­so­rik
Pro­duk­te #09
Ge­sund­heits-Apps
Pro­duk­te #10
Ope­ra­ti­ons­sys­te­me
Pro­duk­te #11
Por­ta­ble DNA-Se­quen­zier­ge­rä­te
Pro­duk­te #12
T-Shirts mit EKG
Tech­no­lo­gi­en #01
Me­di­zi­ni­scher 3D-Druck
Tech­no­lo­gi­en #02
Am­bi­ent As­sis­ted Li­ving
Tech­no­lo­gi­en #03
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #04
Bio­mar­ker
Tech­no­lo­gi­en #05
Ver­mitt­lungs­platt­for­men für Pa­ti­en­ten und Kli­ni­ken
Tech­no­lo­gi­en #06
Elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­te
Tech­no­lo­gi­en #07
Elek­tro­ni­sche Bei­pack­zet­tel
Tech­no­lo­gi­en #08
Ge­nom-Edi­tie­rung mit CRIS­PR/Cas9
Tech­no­lo­gi­en #09
Me­di­cal Da­ta Space
Tech­no­lo­gi­en #10
Me­di­zin­tech­nik
Tech­no­lo­gi­en #11
mHe­alth-An­wen­dun­gen
Tech­no­lo­gi­en #12
Mi­kro­phy­sio­lo­gi­sche Sys­te­me
Tech­no­lo­gi­en #13
mo­no­k­lo­na­le An­ti­kör­per
Tech­no­lo­gi­en #14
Na­no­tech­no­lo­gie
Tech­no­lo­gi­en #15
P4-Me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #16
Pro­to­nen­the­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #17
se­cur­Ph­arm e. V.
Tech­no­lo­gi­en #18
Te­le­me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #19
Ther­a­nos­ti­sche Im­plan­ta­te
Tech­no­lo­gi­en #20
Ver­mitt­lungs­platt­for­men in der Pfle­ge
Tech­no­lo­gi­en #21
Trans­port­box für Me­di­ka­men­te
Tech­no­lo­gi­en #22
Hoch­durch­satz-Se­quen­zier­ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #23
Bio­tech
Steckbrief Technologien #000023

Bio­tech

Bio­tech be­zeich­net die An­wen­dung von Wis­sen­schaft und Tech­nik auf le­ben­de Or­ga­nis­men mit dem Ziel, le­ben­di­ge oder nicht le­ben­di­ge Ma­te­ria­li­en zu schaf­fen oder zu ver­än­dern und für ver­schie­de­ne, et­wa the­ra­peu­ti­sche Zwe­cke oder die Pro­duk­ti­on von Gü­tern und Dienst­leis­tun­gen zu nut­zen. Et­was en­ger ge­fasst kön­nen un­ter Bio­tech al­le in­no­va­ti­ven Me­tho­den, Ver­fah­ren oder Pro­duk­te ver­stan­den wer­den, die die we­sent­li­che Nut­zung von le­ben­den Or­ga­nis­men oder ih­rer zel­lu­lä­ren und sub­zel­lu­lä­ren Be­stand­tei­le be­inhal­ten und da­bei von Er­kennt­nis­sen der For­schung auf den Ge­bie­ten Bio­che­mie, Mo­le­ku­lar­bio­lo­gie, Im­mu­no­lo­gie, Vi­ro­lo­gie, Mi­kro­bio­lo­gie, Zell­bio­lo­gie oder Um­welt- und Ver­fah­rens­tech­nik Ge­brauch ma­chen. Die Gen­tech­nik ist ein Teil­ge­biet von Bio­tech.

Bio­tech lässt sich un­ter­tei­len in ro­te, wei­ße und grü­ne Bio­tech­no­lo­gie. Zur ro­ten Bio­tech­no­lo­gie zählt das An­wen­dungs­feld Ge­sund­heit und Me­di­zin. Die An­wen­dungs­fel­der um­fas­sen hier Arz­nei­mit­tel, Impf­stof­fe, Me­di­zin­pro­duk­te, Dia­gnos­ti­ka und Gen­the­ra­pie. Die wei­ße Bio­tech­no­lo­gie um­fasst in­dus­tri­el­le An­wen­dun­gen. Mit grü­ner Bio­tech­no­lo­gie sind land­wirt­schaft­li­che und pflan­zen­be­zo­ge­ne An­wen­dun­gen ge­meint.

Be­son­ders her­vor­zu­he­ben sind ak­tu­ell Fort­schrit­te bei der Ge­nom-Se­quen­zie­rung, die Er­fas­sung der Ge­samt­heit der Ge­ne und Pro­te­ine mit ih­ren ver­schie­de­nen Va­ri­an­ten und Mo­di­fi­ka­tio­nen („Omics-Tech­no­lo­gi­en“), die Bio­in­for­ma­tik auf­grund der sehr gro­ßen zu ver­ar­bei­ten­den Da­ten­men­gen, die CRIS­PR/Cas9-Me­tho­de – das neu­es­te Ver­fah­ren der Ge­nom-Edi­tie­rung – so­wie die Im­mun­the­ra­pi­en ge­gen Krebs.

Die Wei­ter­ent­wick­lung von Bio­tech ist so­wohl ge­prägt durch die Ak­ti­vi­tä­ten der uni­ver­si­tä­ren For­schungs­in­sti­tu­te als auch der For­schung durch Wirt­schafts- und In­dus­trie­un­ter­neh­men.

Bio­tech weist vie­le Über­schnei­dun­gen mit an­de­ren Bran­chen auf, die zu ge­winn­brin­gen­den Ko­ope­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten füh­ren kön­ne. Da­zu ge­hö­ren Bio­lo­gie, Che­mie, Me­di­zin, Phar­ma­zie, Land­wirt­schaft, In­ge­nieur­wis­sen­schaf­ten, In­for­ma­tik und Phy­sik.

Un­ter den An­bie­tern mit Be­zug zur Bio­tech­no­lo­gie fin­den sich ei­ner­seits jun­ge und in­no­va­ti­ve Star­tups wie Mor­pho­Sys, Am­gen, Pie­ris, Sup­pre­mol, U3 Phar­ma oder De­fi­ni­ens. An­de­rer­seits sind eta­blier­te glo­ba­le Kon­zer­ne wie Bay­er, BASF, Bo­eh­rin­ger In­gel­heim, Merck und Hen­kel sehr ak­tiv im Be­reich der Bio­tech.

Bio­tech fin­det in Deutsch­land und Bay­ern gu­te Aus­gangs­be­din­gun­gen. Da­zu ge­hö­ren die ho­he Leis­tungs­fä­hig­keit des Wis­sen­schafts­sys­tems in al­len Bio­tech-Be­rei­chen (Bio­lo­gie, Me­di­zin, Bio­ver­fah­rens­tech­nik etc.), die gu­te Ba­lan­ce von Grund­la­gen­for­schung und an­ge­wand­ter For­schung, der Mix aus dy­na­mi­schen KMU („In­no­va­ti­ons­mo­tor“) und „Glo­bal Play­ern“ im Che­mie- und Phar­ma­be­reich und das An­ge­bot an qua­li­fi­zier­ten aka­de­mi­schen und nicht-aka­de­mi­schen Fach­kräf­ten. Spe­zi­ell für die wei­ße Bio­tech­no­lo­gie ist der ra­san­te Fort­schritt in der In­dus­trie 4.0 ein wich­ti­ger Trei­ber. Auch staat­li­che För­de­run­gen (z. B. Bay­ern Ka­pi­tal, Baystar­t­up, Grün­der­land Bay­ern) und Clus­ter und Netz­wer­ke (z. B. Bi­oM, Me­di­cal Val­ley EMN, Fo­rum Med­tech Phar­ma, IZB) leis­ten ei­nen wich­ti­gen Bei­trag zur dy­na­mi­schen Ent­wick­lung von Bio­tech.

Als hem­mend wird das zu ge­rin­ge An­ge­bot an Wag­nis­ka­pi­tal und an­de­ren Fi­nan­zie­rungs­quel­len für die For­schung in al­len Pro­jekt­pha­sen an­ge­se­hen. Im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich wer­den die deut­schen Bio­tech-Stand­or­te und -un­ter­neh­men als zu we­nig sicht­bar wahr­ge­nom­men. Ei­ne Ur­sa­che da­für könn­te auch ein ver­gleichs­wei­se ge­ring aus­ge­präg­ter Un­ter­neh­mer­geist hier­zu­lan­de sein. Auch ge­sell­schaft­li­che Vor­be­hal­te hin­sicht­lich der Ak­zep­tanz bio­tech­no­lo­gi­scher In­no­va­tio­nen et­wa im Be­reich der Gen­tech­nik kön­nen sich auf den ge­sam­ten Bio­tech-Be­reich ne­ga­tiv aus­wir­ken. Wei­ter­hin bleibt die Ver­füg­bar­keit von Fach­kräf­ten, auch und be­son­ders im Be­reich IKT, in Zu­kunft ein wich­ti­ger Stand­ort­fak­tor. Hem­mend wirkt sich zu­dem die schwie­ri­ge Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen KMU und Groß­un­ter­neh­men aus.

Im Be­reich der ro­ten Bio­tech­no­lo­gie wur­den im Jahr 2015 rund 23 Pro­zent des glo­ba­len Phar­ma­um­sat­zes mit Bio­phar­ma­zeu­ti­ka er­zielt. Bis 2020 wird ein An­stieg auf 27 Pro­zent er­war­tet, was ei­nem Um­satz­vo­lu­men von 280 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ent­spricht. Die On­ko­lo­gie hat da­bei das größ­te Wachs­tums­po­ten­zi­al. Oh­ne die Phar­ma- und Che­mie­in­dus­trie, die den Bio­tech-An­teil oft nicht aus­wei­sen, gab es in Deutsch­land im Jahr 2015 ca. 600 de­zi­dier­te Bio­tech-Un­ter­neh­men mit ei­nem Ge­samt­um­satz in Hö­he von 3,4 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Tech­no­lo­gi­en #24
CAR-T-Zell-The­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #25
Dia­gno­se mit DVD-Tech­no­lo­gie
För­der­mit­tel #01
EXIST
För­der­mit­tel #02
High-Tech Grün­der­fonds (HTGF)
För­der­mit­tel #03
IN­VEST
För­der­mit­tel #04
Wachs­tums­fonds Bay­ern