Trefferliste

41 Steckbriefe

Pro­duk­te #01
Co­ch­lea Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #02
Lab-On-A-Chip
Pro­duk­te #03
Pfle­ge­ro­bo­ter
Pro­duk­te #04
Re­ti­na Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #05
Ro­bo­ter
Pro­duk­te #06
Tat­too-Elek­tro­den
Pro­duk­te #07
Weara­bles
Pro­duk­te #08
Me­di­ka­men­te mit Sen­so­rik
Pro­duk­te #09
Ge­sund­heits-Apps
Pro­duk­te #10
Ope­ra­ti­ons­sys­te­me
Pro­duk­te #11
Por­ta­ble DNA-Se­quen­zier­ge­rä­te
Pro­duk­te #12
T-Shirts mit EKG
Tech­no­lo­gi­en #01
Me­di­zi­ni­scher 3D-Druck
Tech­no­lo­gi­en #02
Am­bi­ent As­sis­ted Li­ving
Tech­no­lo­gi­en #03
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #04
Bio­mar­ker
Steckbrief Technologien #000004

Bio­mar­ker

Be­schrei­bung

Ein Bio­mar­ker ist ein ob­jek­tiv mess­ba­rer In­di­ka­tor für ei­nen bio­lo­gi­schen Pro­zess, der in der Me­di­zin haupt­säch­lich zur Ana­ly­se von Krank­hei­ten ver­wen­det wird. Bio­mar­ker wer­den vom Kör­per selbst pro­du­ziert, oder „als Me­di­zin“ ver­ab­reicht. Bei bei­den For­men lässt sich zwi­schen dia­gnos­ti­schen, pro­gnos­ti­schen und prä­di­ka­ti­ven Bio­mar­kern so­wie so­ge­nann­ten Ri­si­ko­mar­kern un­ter­schei­den. Ein dia­gnos­ti­scher Bio­mar­ker ist ein rei­ner In­di­ka­tor für das Vor­kom­men ei­ner Krank­heit. Ein pro­gnos­ti­scher Bio­mar­ker geht dar­über hin­aus und kann bei­spiels­wei­se auch ge­naue­re In­for­ma­ti­on über den zu­künf­ti­gen Krank­heits­ver­lauf lie­fern. Ein prä­di­ka­ti­ver Bio­mar­ker in­for­miert so­gar über den mög­li­chen Er­folg ei­ner The­ra­pie. Wäh­rend sich be­stimm­te The­ra­pi­en bei ei­ni­gen Pa­ti­en­ten als sehr wirk­sam er­wei­sen, kön­nen sie bei an­de­ren Pa­ti­en­ten nicht an­schla­gen oder die­sen so­gar scha­den. In­so­fern eig­nen sich prä­di­ka­ti­ve Bio­mar­ker zur Be­stim­mung der pas­sen­den The­ra­pie­form. Ri­si­ko­mar­ker kön­nen bei­spiels­wei­se Aus­kunft über ge­ne­ti­sche Ver­an­la­gun­gen ge­ben und zei­gen so das Ri­si­ko an, zu­künf­tig an ei­ner Krank­heit zu er­kran­ken.

Bio­mar­ker wer­den seit der An­ti­ke zur Dia­gno­se von Krank­hei­ten ver­wen­det. Bei ein­fa­chen Urin­ana­ly­sen konn­ten aus der Far­be, dem Ge­ruch oder dem Ge­schmack von Urin auf be­stimm­te Krank­hei­ten ge­schlos­sen wer­den. Zu­cker im Urin wies bei­spiels­wei­se auf Dia­be­tes hin. Ein mo­der­ne­res Bei­spiel für ei­nen Bio­mar­ker stel­len Schwan­ger­schafts­tests dar, die das Vor­kom­men be­stimm­ter Si­gnal­stof­fe im Urin ana­ly­sie­ren. Bio­mar­ker wer­den in der mo­der­nen Me­di­zin im­mer wich­ti­ger, da sie über ih­re klas­si­sche Rol­le als rei­nes Dia­gno­se­hilfs­mit­tel hin­aus­wach­sen. Ins­be­son­de­re in der Krebs­for­schung wur­den in den letz­ten Jahr­zehn­ten deut­li­che Fort­schrit­te er­zielt. Neue pro­gnos­ti­sche Mar­ker kön­nen be­reits bei ei­ni­gen Tu­mor­ar­ten den Krank­heits­ver­lauf vor­her­sa­gen und so bei­spiels­wei­se Ope­ra­ti­ons­ent­schei­dun­gen be­grün­den. Prä­di­ka­ti­ve Bio­mar­ker wer­den häu­fig ein­ge­setzt, um den Er­folg ei­ner Che­mo­the­ra­pie (bei­spiels­wei­se mit 5-Fluo­rou­ra­cil) vor­her­zu­sa­gen. Dar­über hin­aus kön­nen ge­ne­ti­sche Ri­si­ko­mar­ker auch schon ver­wen­det wer­den, um das Ri­si­ko für Brust­krebs­er­kran­kun­gen vor­her­zu­sa­gen. Per­so­nen mit ge­ne­ti­scher Ver­an­la­gun­gen kann so zu re­gel­mä­ßi­gen Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen ge­ra­ten wer­den. Dar­über hin­aus wer­den spe­zi­el­le Bio­mar­ker auch im­mer stär­ker als Al­ter­na­ti­ve zu tra­di­tio­nel­len Kon­trast­mit­teln bei bild­ge­ben­den Ver­fah­ren ein­ge­setzt.

An Bio­mar­kern wird kon­stant wei­ter­ge­forscht. Be­son­ders im Be­reich der Na­no­tech­no­lo­gie konn­ten deut­li­che Fort­schrit­te er­zielt wer­den. Der Ein­satz von im Na­no­maß­stab ge­fer­tig­ten Par­ti­keln, die ge­zielt mit spe­zi­el­len Ei­gen­schaf­ten aus­ge­stat­tet wer­den, er­wei­tert die po­ten­zi­el­len An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten von Bio­mar­kern noch­mals deut­lich. Im La­bor zei­gen sol­che Mar­ker ver­schie­dens­te Krebs­ar­ten be­reits recht zu­ver­läs­sig an, viel­fach muss die in vi­vo An­wen­dung aber noch im Rah­men von kli­ni­schen Stu­di­en un­ter­sucht wer­den. Selbst die For­schungs­ab­tei­lung des Such­ma­schi­nen­kon­zerns Goog­le hat sich schon mit dem The­ma be­schäf­tigt. Die Na­no­par­ti­kel sol­len hier in Form ei­ner Pil­le ver­ab­reicht wer­den, den Kör­per auf Krank­heits­sym­pto­me un­ter­su­chen und dann über Weara­bles wie z.B. Smart­wat­ches aus­ge­le­sen wer­den kön­nen. Auch mit ei­nem Früh­warn­sys­tem für Herz­in­fark­te be­schäf­ti­gen sich For­scher, die im Na­no-Be­reich ak­tiv sind. Solch ein Na­no-Sys­tem könn­te Pa­ti­en­ten be­reits vor dem Auf­tre­ten ei­nes In­fark­tes war­nen und da­zu be­we­gen, prä­ven­tiv ein Kran­ken­haus auf­zu­su­chen.

Die For­schung über­neh­men die gro­ßen Phar­ma­kon­zer­ne. Dar­über hin­aus er­folgt die Grund­la­gen­for­schung an in­sti­tu­tio­nel­len und uni­ver­si­tä­ren For­schungs­ein­rich­tun­gen.

Bio­mar­ker wer­den bei­spiels­wei­se an­ge­bo­ten von Phar­ma­un­ter­neh­men wie Ro­che (Ba­sel) oder Merck Mil­li­po­re (Darm­stadt, Bur­ling­ton USA).

Be­son­ders vor­an­ge­trie­ben wird die Ent­wick­lung neu­er Bio­mar­ker von Phar­ma­kon­zer­nen und For­schungs­ein­rich­tun­gen. Teils sind sie auch Bei­pro­duk­te an­de­rer For­schungs­pro­jek­te.

Strik­te Re­gu­lie­run­gen auf dem Me­di­zin­markt und der enor­me fi­nan­zi­el­le Auf­wand, der mit kli­ni­schen Stu­di­en ein­her­geht, stel­len Hemm­nis­se für die Wei­ter­ent­wick­lung von Bio­mar­kern dar.

Tech­no­lo­gi­en #05
Ver­mitt­lungs­platt­for­men für Pa­ti­en­ten und Kli­ni­ken
Tech­no­lo­gi­en #06
Elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­te
Tech­no­lo­gi­en #07
Elek­tro­ni­sche Bei­pack­zet­tel
Tech­no­lo­gi­en #08
Ge­nom-Edi­tie­rung mit CRIS­PR/Cas9
Tech­no­lo­gi­en #09
Me­di­cal Da­ta Space
Tech­no­lo­gi­en #10
Me­di­zin­tech­nik
Tech­no­lo­gi­en #11
mHe­alth-An­wen­dun­gen
Tech­no­lo­gi­en #12
Mi­kro­phy­sio­lo­gi­sche Sys­te­me
Tech­no­lo­gi­en #13
mo­no­k­lo­na­le An­ti­kör­per
Tech­no­lo­gi­en #14
Na­no­tech­no­lo­gie
Tech­no­lo­gi­en #15
P4-Me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #16
Pro­to­nen­the­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #17
se­cur­Ph­arm e. V.
Tech­no­lo­gi­en #18
Te­le­me­di­zin
Tech­no­lo­gi­en #19
Ther­a­nos­ti­sche Im­plan­ta­te
Tech­no­lo­gi­en #20
Ver­mitt­lungs­platt­for­men in der Pfle­ge
Tech­no­lo­gi­en #21
Trans­port­box für Me­di­ka­men­te
Tech­no­lo­gi­en #22
Hoch­durch­satz-Se­quen­zier­ver­fah­ren
Tech­no­lo­gi­en #23
Bio­tech
Tech­no­lo­gi­en #24
CAR-T-Zell-The­ra­pie
Tech­no­lo­gi­en #25
Dia­gno­se mit DVD-Tech­no­lo­gie
För­der­mit­tel #01
EXIST
För­der­mit­tel #02
High-Tech Grün­der­fonds (HTGF)
För­der­mit­tel #03
IN­VEST
För­der­mit­tel #04
Wachs­tums­fonds Bay­ern