Trefferliste

41 Steckbriefe

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Co­ch­lea Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #02
Lab-On-A-Chip
Pro­duk­te #03
Pfle­ge­ro­bo­ter
Pro­duk­te #04
Re­ti­na Im­plan­ta­te
Pro­duk­te #05
Ro­bo­ter
Pro­duk­te #06
Tat­too-Elek­tro­den
Pro­duk­te #07
Weara­bles
Pro­duk­te #08
Me­di­ka­men­te mit Sen­so­rik
Pro­duk­te #09
Ge­sund­heits-Apps
Pro­duk­te #10
Ope­ra­ti­ons­sys­te­me
Pro­duk­te #11
Por­ta­ble DNA-Se­quen­zier­ge­rä­te
Pro­duk­te #12
T-Shirts mit EKG
Tech­no­lo­gi­en #01
Me­di­zi­ni­scher 3D-Druck
Tech­no­lo­gi­en #02
Am­bi­ent As­sis­ted Li­ving
Tech­no­lo­gi­en #03
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren
Steckbrief Technologien #000003

Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren

Be­schrei­bung

Der Blick in das In­ne­re ei­nes le­ben­den Kör­pers ist ei­ne der gro­ßen Er­run­gen­schaf­ten der mo­der­nen Me­di­zin. Seit der Ent­de­ckung der Rönt­gen­strah­len im Jahr 1895 wur­den bild­ge­ben­de Ver­fah­ren stän­dig wei­ter­ent­wi­ckelt. Die in den 1970ern eta­blier­te Com­pu­ter­to­mo­gra­phie (CT) er­laub­te erst­mals auch die Er­stel­lung von 3D-Bil­dern. Mit­hil­fe ei­nes Com­pu­ters wer­den aus ver­schie­de­nen Rich­tun­gen auf­ge­nom­me­ne Rönt­gen­auf­nah­men di­gi­tal zu­sam­men­ge­setzt. Die an­fangs noch sehr ho­he Strah­len­be­las­tung die­ses Ver­fah­rens konn­te im Lau­fe der letz­ten Jahr­zehn­te deut­lich re­du­ziert wer­den, so zum Bei­spiel bei der di­gi­ta­len Vo­lu­men­to­mo­gra­phie (DVT). Gänz­lich oh­ne Rönt­gen­strah­len kommt hin­ge­gen die Ma­gnet­re­so­nanz­to­mo­gra­phie (MRT) aus, bei der mit­hil­fe ei­nes Ma­gnet­felds und von Ra­dio­strah­len hoch­auf­lö­sen­de 3D-Bil­der be­rech­net wer­den. Ne­ben der feh­len­den Strah­len­be­las­tung be­steht ein wei­te­rer Vor­teil die­ser To­mo­gra­phie­ge­rä­te auch in dem ho­hen Weich­tei­le­kon­trast. Al­ler­dings gilt die MRT als ver­gleichs­wei­se kos­ten­träch­tig und kann nicht bei Pa­ti­en­ten mit Me­tall­im­plan­ta­ten oder Herz­schritt­ma­chern an­ge­wen­det wer­den. Bei vie­len all­täg­li­chen Un­ter­su­chun­gen hat sich des­halb ein an­de­res Ver­fah­ren durch­ge­setzt: die So­no­gra­phie (Ul­tra­schall), die ei­nen be­son­ders kos­ten­ef­fi­zi­en­ten, strah­len­frei­en und si­che­ren Blick in das Kör­per­in­ne­re er­mög­licht. Im Ge­gen­satz zur MRT bie­tet die So­no­gra­phie al­ler­dings nur ei­ne be­grenz­te Auf­lö­sung in tief ge­le­ge­nen Ge­we­be­schich­ten und eig­net sich nicht für die Un­ter­su­chung von ei­ni­gen Or­ga­nen wie dem Ge­hirn oder der Lun­ge.

Die For­schung im Be­reich bild­ge­ben­der Ver­fah­ren wird mo­men­tan be­son­ders durch Fort­schrit­te in der Na­no­tech­no­lo­gie an­ge­trie­ben. Na­no­par­ti­kel kön­nen als Bio­mar­ker ge­nutzt wer­den, um Krank­hei­ten oder be­trof­fe­nes Ge­we­be schon in ei­nem sehr frü­hen Sta­di­um auf­zu­spü­ren und so die Hei­lungs­chan­cen zu er­hö­hen. Da­zu wer­den An­ti­kör­per an Mar­ker-Na­no­par­ti­kel ge­bun­den. Die­se Mo­le­kü­le do­cken am Krank­heits­herd an und ma­chen die­sen so­mit bei­spiels­wei­se im MRT sicht­bar. Jen­seits von Bio­mar­kern er­mög­licht der Ein­satz von Na­no­tech­no­lo­gie aber auch die Ent­wick­lung gänz­lich neu­er To­mo­gra­phie­ver­fah­ren. Ein an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen ent­wi­ckel­tes Na­no-CT-Sys­tem be­fin­det sich ak­tu­ell im ers­ten Pra­xis­test. Das Ge­rät er­mög­licht die Her­stel­lung von Bil­dern, die fast die Auf­lö­sung ei­nes Ras­ter­elek­tro­nen­mi­kro­skops er­rei­chen.

Mit dem Ein­satz von Na­no­par­ti­keln als Kon­trast­mit­tel konn­ten be­reits prak­ti­sche Er­fol­ge er­zielt wer­den. So­ge­nann­te Ei­sen­oxid­na­no­par­ti­kel wer­den bei der MRT in­zwi­schen stan­dard­mä­ßig ver­wen­det und er­mög­li­chen et­wa ei­ne bes­se­re Un­ter­su­chung der Le­ber. Me­ta­sta­sen kön­nen nach der Zu­ga­be des Kon­trast­mit­tels deut­lich von ge­sun­dem Ge­we­be un­ter­schie­den wer­den. Auch bei Krebs­vor­sor­ge­un­ter­su­chung wer­den be­reits Na­no­par­ti­kel aus Gold zur Ent­de­ckung von Tu­mor­er­kran­kun­gen im Früh­sta­di­um ge­nutzt.

Die Grund­la­gen­for­schung er­folgt meist in ver­schie­de­nen in­sti­tu­tio­nel­len oder uni­ver­si­tä­ren For­schungs­ein­rich­tun­gen. Da­ne­ben sind auch die gro­ßen Her­stel­ler von bild­ge­ben­den Ge­rä­ten mit der stän­di­gen Wei­ter­ent­wick­lung und Ver­bes­se­rung ih­rer Pro­duk­te be­schäf­tigt. Phar­ma­kon­zer­ne sind be­son­ders in den Be­rei­chen Kon­trast­mit­tel und Bio­mar­ker for­schungs­ak­tiv.

Die glo­bal füh­ren­den Un­ter­neh­men im Be­reich bild­ge­ben­de Ver­fah­ren sind Sie­mens Healt­hineers (Er­lan­gen), GE Health­ca­re (USA) und Phi­lips Health­ca­re (Nie­der­lan­de).

Die Her­stel­lung von bild­ge­ben­den Ge­rä­ten liegt haupt­säch­lich in der Hand von we­ni­gen sehr gro­ßen in­ter­na­tio­na­len Un­ter­neh­men.

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För­der­mit­tel #04
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